Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                         Ausgegeben am 06.03.2003

                                                                                                          Eing. Dat. 05.03.2003

 

Nr. 471

 

Konsequenzen aus dem Endbericht „Entwicklung und Umsetzung einer Struktur zur interkulturellen Konfliktbearbeitung in der Innenstadt Offenbach am Main“ der Leitstelle Zusammenleben in Offenbach“
Antrag SPD, Grüne und FWG vom 05.03.2003, DS I (A) 471

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen, welche Kosten mit den vorgeschlagenen Maßnahmen im Bericht „Entwicklung und Umsetzung einer Struktur zur interkulturellen Konfliktbearbeitung“ verbunden wären.
Insbesondere sind folgende Bereiche zu prüfen:

1. Erweiterung des interkulturellen Mediatorenpools um Konfliktberaterinnen und
    Berater mit weiteren Sprachkompetenzen, z.B. Serbisch/Kroatisch und Albanisch.

2. Knüpfen eines Netzwerkes von engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern für
    einen Mediatorenpool, nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in anderen
    Stadtteilen

3. Einbindung von Wohnungsbaugesellschaften und Liegenschaftsverwaltungen

4. Einbindung von Schulen in das Konzept der interkulturellen Konfliktbearbeitung außerhalb der Innenstadt auch für die übrigen Stadtteile.

Begründung

 

Das Modellprojekt war aus Sicht der antragstellenden Fraktionen äußerst erfolgreich.

Eine Weiterführung und Ausdehnung des Projektes wäre wünschenswert.

Hierzu sind vor allem die folgenden vier Bereiche näher zu untersuchen:

 

Eine Erweiterung des interkulturellen Mediatorenpools um Konfliktberaterinnen und Berater mit weiteren Sprachkompetenzen, z.B. Serbisch/Kroatisch, Albanisch, wäre zu begrüßen. Es gibt einen festen Stamm von 30 Mediatorinnen und Mediatoren, die in unterschiedlichen Sprachen Konfliktmanagement durchführen. Es wäre wünschenswert, den Mediatorenpool auszuweiten. So gibt es z.B. keine Mediatorinnen und Mediatoren, die Konfliktmanagement in den o.g. Sprachen durchführen können.

 

Ein Netzwerk von engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern, nicht nur in der Innenstadt, sondern auch in anderen Stadtteilen sollte geknüpft werden. Es besteht vermutlich über die Innenstadt hinaus auch in anderen Stadtteilen Offenbachs Bedarf, z.B. in  Lauterborn.

Zu prüfen ist auch die Einbindung von Wohnungsbaugesellschaften und Liegenschaftsverwaltungen.

 

Für wichtig halten die antragstellenden Fraktionen die Einbindung von Schulen in das Konzept der interkulturellen Konfliktbearbeitung. Die Frage der Einbindung von Schulen in die zukünftige Arbeit des interkulturellen Konfliktmanagements ist darzustellen. Wie im Bericht DS II 45 zu lesen ist, gibt es durchaus Interesse von Schulen, im Rahmen dieses Projekts mitzuarbeiten.

 

Mit diesem Antrag soll die erfolgreiche Arbeit der interkulturellen Konfliktberatung und der Leitstelle Zusammenleben in Offenbach unterstützt und positiv begleitet werden.

 

Gerade in einer Stadt wie Offenbach, mit einem Anteil von 31% Menschen nichtdeutscher Herkunft, ist ein solches Angebot ein wichtiger Schritt zum friedlichen Zusammenleben aller Menschen in dieser Stadt.