Quelle: pio.offenbach.de
Abgerufen am 22.11.2019



Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                          Ausgegeben am 28.08.2003

                                                                                                          Eing. Dat. 28.08.2003

 

Nr. 543

 

Dez.: I (Klinikum Offenbach)

 

 

Mögliche Erweiterung der Psychiatrie
hier: Aufstockung der Planbetten
Antrag Magistratsvorlage Nr. 261/03 vom 27.08.2003, DS I (A) 543

Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:

Der Verwaltungsdirektor des Klinikums Offenbach wird ermächtigt, bei der Krankenhauskonferenz Rhein-Main eine Aufstockung der Planbetten in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie von bisher 80 auf bis zu 120 Betten zu verhandeln und eine entsprechende Empfehlung der Krankenhauskonferenz Rhein-Main zu erwirken. Nach erfolgter Empfehlung der Krankenhauskonferenz Rhein-Main wird der Verwaltungsdirektor des Klinikums Offenbach ermächtigt, einen entsprechenden Antrag
bei dem Hessischen Sozialministerium zu stellen.

Begründung:

Das Klinikum Offenbach strebt eine Aufstockung seiner bestehenden Bettenzahl von derzeit 80 auf bis zu 120 stationäre Betten in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie 15 zusätzlicher tagesklinischer Plätze mit dem Schwerpunkt Gerontopsychiatrie an.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Offenbach besteht seit 1981. Sie verfügt derzeit über 80 stationäre Betten und 18 Tagesklinikplätze. Darüber hinaus ist geplant, auf dem Gelände des Klinikums Offenbach eine Institutsambulanz zu gründen. Seit 1985 hat sie vertraglich die Versorgungsverpflichtung für die Stadt Offenbach übernommen. Ferner ist sie an der Behandlung psychiatrischer Patienten aus umliegenden Kreisgemeinden mitbeteiligt und nimmt jährlich 200 bis 250 außerhalb ihres Versorgungsgebietes wohnende Patienten auf.
Der Kreis Offenbach ist die einzige hessische Gebietskörperschaft, die in ihren Grenzen über kein einziges psychiatrisches Bett verfügt.
Mit Inbetriebnahme der psychiatrischen Abteilung der Asklepios-Klinik Langen, die in einigen Jahren zu erwarten steht, wird sich die Versorgungssituation für den Kreis Offenbach verbessern.

Die Asklepios-Klinik Langen beabsichtigt, eine Psychiatrische Klinik mit 120 Betten, eine oder zwei Tageskliniken sowie eine Psychiatrische Institutsambulanz einzurichten. Dies zeigt, dass die Asklepios-Klinik Langen nicht beabsichtigt, im stationären Bereich die Versorgung des Kreises insgesamt abzudecken, sondern nur einen Teilbereich. Es besteht eine Grundeinigung zwischen der Asklepios-Klinik Langen und dem Klinikum Offenbach, die psychiatrische Versorgung des Kreises Offenbach gemeinsam sicherzustellen.
Zur Versorgung des verbleibenden Bereiches ist es erforderlich, die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums Offenbach von jetzt 80 auf 120 Betten zu erweitern und damit einhergehend den Pflichtversorgungsbereich um ca. 70.000 bis 80.000 Einwohner zu vergrößern.
Es ist sachlich gerechtfertigt, mindestens 120 Betten am Standort Offenbach vorzuhalten, da es aufgrund der gewachsenen Strukturen und der im Klinikum Offenbach vorhandenen Kliniken bereits jetzt zu einer natürlichen Schwerpunktbildung gekommen ist.

Darüber hinaus bietet sich eine gerontopsychiatrische Schwerpunktbildung nicht nur durch die bestehende Verzahnung der einzelnen medizinischen Fachbereiche innerhalb des Klinikums Offenbach an, sondern ist im Interesse der Stadt Offenbach. So ist die Einrichtung eines gerontopsychiatrischen Zentrums Teil des kommunalen Altenplanes der Stadt Offenbach, der am 20.02.2003 in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde.

Die Betriebskommission des Klinikums Offenbach hat bereits in ihrer Sitzung am 04.07.2003 der möglichen Erweiterung der Psychiatrie (Aufstockung der Planbetten) einstimmig zugestimmt.

 

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