Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                          Ausgegeben am 04.03.2004

                                                                                                          Eing. Dat. 04.03.2004

 

Nr. 641

 

 

Club of Rome Schule
Antrag CDU 04.03.2004, DS I (A) 641


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, ob eine Offenbacher Schule geeignet und willens ist, sich um die Mitgliedschaft im Netzwerk der Club of Rome Schulen zu bewerben.

Begründung:

 

Der Club of Rome widmet sich unter globaler Perspektive den Ursachen und inneren Zusammenhängen der wirtschaftlichen, politischen, ökologischen, sozialen und demografischen Situation und Entwicklung auf der Welt. Der Club of Rome ist der Auffassung, dass eine Bildung, die dies in den Blick nimmt, den Menschen dazu befähigt und ermutigt, Situationen zu ändern, Entwicklungen zu beeinflussen und zu bestimmen, welche Alternativen sich seiner eigenen Zukunft eröffnen. Bildung ist die wichtigste Voraussetzung hierfür und Schulen sollen bewusst in einem Spannungsfeld zwischen kultureller Identität und Weltbürgertum sowie zwischen fachlicher Spezialisierung arbeiten.

 

Der Club of Rome beabsichtigt, Schulen, die diese Überlegungen teilen und zusammen mit dem Club of Rome ihre Bildungsarbeit gestalten wollen, die Lizenz zu erteilen, sich „Club of Rome Schule“ zu nennen.

 

Das Netzwerk der Club of Rome Schulen soll sich über möglichst viele Länder der Bundesrepublik ausbreiten. Club of Rome Schulen sind keine neue Schulform bzw. Schulart. Club of Rome Schulen können sich grundsätzlich aus allen in den jeweiligen Ländern gesetzlich verankerten Schularten bzw. Schulformen entwickeln.

 

Zu den herausragenden Elementen einer in dieser Weise orientierten innovativen Schule gehören u.a., eine weitgehend selbst verantwortete Schulgestaltung mit dem Status einer teil-autonomen Schule, ein auf demokratische Verantwortungsteilung und Partizipation angelegter kooperativer Führungsstil der Schule, systematisches und auf Kontinuität angelegtes Denken und Handeln in der Schulentwicklung und der Gestaltung der Lernprozesse.

Die antragstellende Fraktion ist der Auffassung, dass eine solche Schulform mit moderner Prägung auch in Offenbach eingerichtet werden könnte. Der Magistrat soll daher als Schulträger Kontakt mit den Offenbacher Schulen aufnehmen mit dem Ziel zu überprüfen, ob eine Offenbacher Schule bereit ist und geeignet ist, sich um die Mitgliedschaft im Netzwerk der Club of Rome Schulen zu bewerben.
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