Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung II (A)                                               Ausgegeben am 13.12.2005

                                                                                                Eing. Dat. 07.12.2005

 

Nr. 655/148

 

Dez.: III



Kampf gegen illegalen Sperrmüll
hier: Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 06.05.2004, DS l (A) 655/1 und DS l (A) 655
dazu: Magistratsvorlage Nr. 469/05 vom 07.12.2005


Die Stadtverordnetenversammlung hat am 06.05.2004 folgenden Beschluss gefasst:

Der Magistrat wird gebeten, zusätzlich zu den bereits ergriffenen Maßnahmen gegen illegalen Sperrmüll die Öffentlichkeitsarbeit in der Stadt zu verstärken, indem beispielsweise

- durch eine Plakataktion nach dem Vorbild der „Anti-Hundekot-Aktion" das Thema
  für jeden sichtbar und verständlich dargestellt wird;

- der nächste „Müllkalender" bereits auf der Titelseite das Problem optisch auffällig
  anspricht.


Der Magistrat wird beauftragt, durch geeignete Öffentlichkeitsarbeit verstärkt darauf hinzuweisen, wann und wo Sperrmüll kostenlos abgegeben bzw. abgeholt werden kann.

Weiter wird der Magistrat beauftragt, „Sperrmüllsünden" stringenter zu verfolgen.


Zu oben genanntem Beschluss berichtet der Magistrat wie folgt:

Sperrmüll und alte Elektrogeräte aus privaten Haushalten werden in Offenbach kostenlos entsorgt. Ein Termin kann telefonisch, persönlich im Bürgerbüro oder schriftlich bei der ESO vereinbart werden. Für eilige Fälle besteht seit dem Jahr 2004 die Möglichkeit, einen Sperrmüll-Expresstermin zu bestellen. Gegen eine Kostenbeteiligung von 40 € zzgl. Mehrwertsteuer wird der Sperrmüll innerhalb von drei Werktagen abgeholt. Sind nur wenige Sperrmüllteile zu entsorgen, können diese auch kostenlos am Wertstoffhof in der Daimlerstraße abgegeben werden.

Trotz dieser Möglichkeiten, Sperrmüll einfach und ohne finanziellen Aufwand zu entsorgen, werden jeden Monat etwa 150 illegale Ablagerungen gemeldet, die dann von der ESO beseitigt werden.



Im Abfallkalender 2005 wurden die Anregungen für eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit gegen illegale (Sperrmüll-)Ablagerungen umgesetzt: Bereits das Vorwort thematisiert die Problematik und im Abfallkalender selbst werden die Entsorgungsmöglichkeiten für Sperrmüll ausführlich auf zwei Seiten und in vier Sprachen dargestellt. Der Abfallkalender 2006 wird ein zusätzliches Kapitel zu dem Thema illegale (Sperrmüll-)Ablagerungen enthalten.

Auf den Internetseiten der ESO finden sich ebenfalls umfangreiche Informationen. Das Angebot der Internetseiten wird stetig zunehmend von den Bürgerinnen und Bürgern in Offenbach genutzt.

Darüber hinaus wurde im September 2005 gemeinsam mit der lokalen Presse über die Möglichkeiten der kostenlosen Entsorgung von Sperrmüll und die Problematik der illegalen Ablagerungen berichtet. Die „Wilde Müll"-Tour der ESO wurde von den Pressevertreterinnen und Pressevertretern bei einem der täglichen Einsätze begleitet und fotografiert. Diese Art der Berichterstattung und Information stieß bei den Offenbacher Bürgerinnen und Bürgern auf positive Resonanz.

In den interdisziplinären Arbeitsgruppen, an denen ESO und Ordnungsamt beteiligt sind, wird die Verbesserung von Maßnahmen gegen illegale (Sperrmüll-) Ablagerungen auch weiterhin thematisiert.