Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 24.01.2007

                                                                                               Eing. Dat. 24.01.2007

 

Nr. 119

 

 

 

 

Deichtor Bürgel
Dringlichkeitsantrag CDU, SPD, B´90/Die Grünen, FDP und FWG vom 23.01.2007,
DS I (A) 119


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Stadt Offenbach beantragt beim Landesamt für Denkmalschutz den Denkmalstatus für die Sandsteinflanken des Deichtores an der Schifferstraße in Bürgel.

Ausdrücklich soll der Damm in seiner gesamten Ausführung nicht von diesem Antrag betroffen sein, um die bereits begonnene Aufrüstung nach europäischem Standard nicht zu behindern.

Begründung:

 

Da das entsprechende Deichtor direkt im Herzen des historischen Ortskernes von Bürgel steht, sogar der direkte und unmittelbare Zugang zum historisch bedeutsamen Platz des Reichstages von 1018 ist, muss ein rücksichtsvoller und gestalterisch überaus hochwertiger Umgang mit der Gestalt des Tores geboten sein. Eine, auf den ersten Blick rein wirtschaftliche Betrachtung sowie die Planung der Ausführung, werden weder dem Ort noch dem Ortsbild gerecht.

Die Sandsteinwände des Tores stellen zudem einen Ausdruck eines historischen Vorgangs in sich dar, da hier in großer Zahl plötzlich erwerbslose Handwerker ein Ein- und Auskommen fanden.

 

Diese Wände sind zudem so stabil ausgeführt, dass die geplante Niederlegung an anderer Stelle bereits ungeahnte Mehrkosten verursachte und somit schon technisch eine Beibehaltung, bzw. Verwendung als Schalung für den Betonkörper auch wirtschaftlich als sinnvoll erscheinen kann.

Einen Abtrag und Wiederaufbringen geschnittener Steine an einen frei erstellten Betonkörper halten die antragstellenden Fraktionen für technisch und wirtschaftlich unsinnig.

 

Daher soll durch den Denkmalstatus einer rein kosmetischen Aufarbeitung dieses technischen Bauwerkes der Status zugesprochen werden, welcher diesem durch die eigene Geschichte und durch die noch viel weiter reichende Geschichte des unmittelbaren Ortes gerecht wird.