Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 29.05.2007

                                                                                               Eing. Dat. 23.05.2007

 

Nr. 157

 

 

 

 

 

 

Info-Börse für Frauen in Offenbach
Antrag SPD, B´90/Die Grünen und FDP vom 23.05.2007; DS I (A) 157


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat möge prüfen und berichten, ob mit Hilfe des Servicebüros des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vom Frauenbüro eine Info-Börse für Frauen in Offenbach durchgeführt werden kann.
Die Frauenbeauftragte wird gebeten einen für Offenbach geeigneten Vorschlag zur Durchführung einer solchen Info-Börse zu erarbeiten und diesen in der Frauenkommission und im Fachausschuss vorzulegen.


Begründung:

Das Bundesministerium für Familie, Senioren und Frauen und Jugend unterstützt die Vernetzung von Fraueninitiativen und – institutionen auf lokaler Ebene. Von diesem Jahr an sollen örtliche Gleichstellungsbeauftragte, Frauenbeauftragte, Beratungs-stellen sowie Vereine und Verbände mit Förderung des Ministeriums jährlich bundesweit rund 80 Informationsbörsen für Frauen zu Themen wie Chancengleichheit im Erwerbsleben, Altersvorsorge, politisches Engagement oder Gewalt gegen Frauen organisieren können. Dazu wurde eine Initiative unter dem Motto „Informieren, Austauschen, dabei sein“ gestartet. Neben einer Informationsbroschüre gibt es ein Internetportal www.infoboersen–fuer-frauen.de.

Die Antrag stellenden Fraktionen halten diese Initiative des Bundesministeriums für einen sinnvollen Ansatz Vernetzung auf kommunaler Ebene zu fördern. Deshalb bitten sie die Frauenbeauftragte entsprechende Initiativen zu ergreifen und Vorschläge für die Durchführung einer solchen Info-Börse in Offenbach zu erarbeiten.

Da 92 % der Frauen in Offenbach im SGB II-Bezug keine Berufsausbildung haben und die fehlende Berufsausbildung ein gewichtiger Grund für den SGB II-Bezug ist, soll geprüft werden, ob eine Informationsbörse mit dem Schwerpunkt im Bereich der Chancengleichheit im Erwerbsleben in Offenbach durchgeführt werden kann.

 

 

Vorstellbar wäre, dass die Bundesagentur für Arbeit, die IHK, die Handwerkskammer und alle interessierten Frauengruppen und Institutionen, die mit Qualifizierung und Weiterbildung von Frauen zu tun haben, an diesem Tage eingeladen werden und  sich vorstellen. Informationen über unterschiedliche Berufe können helfen den Weg in eine Ausbildung zu finden und damit ein Leben in Unabhängigkeit von Sozial-leistungen aufzubauen.

In anderen Städten, wie beispielsweise in Friedrichshafen gibt es anlässlich der Fraueninfobörse auch Workshops zum Thema Altersvorsorge.

In der Region Tölzer Land berichten erfolgreiche Frauen über ihre Karriereentwicklung und über Einstiegsmöglichkeiten in ein erfolgreiches Berufsleben.

 

Die Umsetzungsmöglichkeiten einer Fraueninfobörse sind vielfältig. „Wissen macht stark“, war das Motto der Fraueninfobörse in Ebensee und dies trifft den Zweck einer solchen Börse: nur wenn man weiß, welche Möglichkeiten man hat, kann man an deren Umsetzung arbeiten. Diese Informationen sollen Frauen auf einer Fraueninfobörse zugänglich gemacht werden.