Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung II (A)                                                         Ausgegeben am 11.03.2008

                                                                                                          Eing. Dat. 06.03.2008

 

Nr. 217/46

 

Dez.: II

 

 

Bus-Beschleunigungsprogramm

hier: Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 08.11.2007, DS I (A) 217 und DS I (A) 217/1
dazu: Magistratsvorlage Nr. 055/08 vom 05.03.2008


Die Stadtverordnetenversammlung hat am 08.11.2007 folgenden Beschluss gefasst:

Der Magistrat möge darstellen:

1.) wie erfolgreich das Bus-Beschleunigungsprogramm im ÖPNV der Stadt
     Offenbach ist.

2.) welche Kosten das Programm bisher verursacht hat und wie hoch der Anteil
     der Stadt Offenbach an diesen Kosten war.

3.) ob das Programm komplett verwirklicht ist oder ob weitere Maßnahmen
     ergriffen werden müssen, bis das Programm abgeschlossen ist und zwar
     unter Berücksichtigung der empfohlenen Maßnahmen des Radverkehrs-
     konzepts als Teil des Verkehrsmanagementplans.

4.) welche zusätzlichen Kosten für die Stadt Offenbach entstehen, falls noch
     Maßnahmen zur Komplettierung des Programms erforderlich sind.

 

Hierzu berichtet der Magistrat wie folgt:

 

1.) Wie erfolgreich ist das Bus-Beschleunigungsprogramm im ÖPNV der Stadt Offenbach?

Zur Beurteilung des Erfolgs der geförderten Maßnahmen zur Busbeschleunigung in Offenbach wurden für zwei Buslinien Vorher-Nachher-Untersuchungen im Oktober 1987 bzw. im Sommer/ Herbst 1994 sowie März 2000 herangezogen. Es handelte sich dabei um die heutigen Buslinien 101 (Stadthalle - Bleichstraße und zurück) und 102 (Ostendplatz - Ludwigstraße und zurück). Das Fazit der Untersuchungen lautete, dass auf beiden betrachteten Linien die Streuung der Reisezeiten durch die Beschleunigungsmaßnahmen an den Lichtsignalanlagen erheblich verringert und damit die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des ÖPNV nachhaltig verbessert wurde. Im Mittel konnte die gemessene Reisezeit um 11 und 7 Prozent verringert werden.

 

Auch eine aktuelle Bewertung zum gegenwärtigen Zeitpunkt ergibt das klare Bild, dass die durch das Bus-Beschleunigungsprogramm erzielte Optimierung und Stabilität der Fahrtdauer trotz Anstieg des Gesamtverkehrsaufkommens aufgrund der Zunahme des Individualverkehrs gehalten werden konnte.

2.) Welche Kosten hat das Programm bisher verursacht und wie hoch ist der Anteil der Stadt Offenbach an diesen Kosten?

Das gesamte Bauvorhaben hat von der Planung über die Ausführung, Bauleitung und Abrechnung insgesamt 12.533.103,42 DM Kosten verursacht.

Die „zuwendungsfähigen Kosten", nach denen sich der Zuschuss des Landes errechnet, betrugen 11.087.061,89 DM. Nach Abzug von knapp 80 Prozent Zuwendungen durch das Land Hessen verblieben bei der Stadt Offenbach 2.447.061,89 DM, so dass der gesamte Anteil, den die Stadt Offenbach finanzieren musste, insgesamt 3.893.103,42 DM betragen hat.

3.) Ist das Programm komplett verwirklicht oder müssen noch weitere Maßnahmen ergriffen werden, bis das Programm unter Berücksichtigung der empfohlenen Maßnahmen des Radverkehrskonzepts als Teil des Verkehrsmanagementplans, abgeschlossen ist?

Das 1990 beschlossene Busbeschleunigungsprogramm ist abgeschlossen und komplett umgesetzt. In der heutigen Ausbauphase sind im Offenbacher Stadtgebiet 80 Lichtsignalanlagen mit intelligenten Steuerungsprogrammen ausgestattet.

Die im Verkehrsmanagementplan empfohlenen Maßnahmen für das Radverkehrskonzept haben keine Auswirkungen auf die Busbeschleunigung in Offenbach.

4.) Welche zusätzlichen Kosten entstehen für die Stadt Offenbach, falls noch Maßnahmen zur Komplettierung des Programms erforderlich sind?

Da das Programm abgeschlossen ist, fallen keine weiteren Maßnahmen zur Komplettierung an, die zusätzliche Kosten verursachen würden.