Quelle: pio.offenbach.de
Abgerufen am 31.05.2020



Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung II (A)                                              Ausgegeben am 14.08.2008

                                                                                               Eing. Dat. 23.07.2008

 

 

Nr. 221/64

 

 

 

 

Änderung der Friedhofsordnung der Stadt Offenbach am Main

hier: Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 08.11.2007, DS I (A) 221/2
dazu: Magistratsvorlage Nr. 245/08 (Dez.: I) vom 23.07.2008


Die Stadtverordnetenversammlung hat am 8.11.2007 folgenden Beschluss gefasst:

Der Magistrat wird beauftragt, bis zum 01.06.2008 einen Bericht vorzulegen, ob und ggf. welche Probleme es damit gibt, dass die städtischen Friedhöfe nachts nicht mehr abgeschlossen werden.


Der Magistrat berichtet hierzu wie folgt:

Seit ungefähr zwei Jahren ist der Schließdienst für die Offenbacher Friedhöfe eingestellt. Aktuell existiert jedoch eine Ausnahme: Das Haupteingangstor zum Alten Friedhof wird seit fast einem halben Jahr ehrenamtlich von einer Offenbacher Bürgerin geöffnet und abgeschlossen.

Die grundlegende Entscheidung, den Schließdienst einzustellen, wurde seinerzeit in der Erwartung getroffen, dass es auch bei einem nächtlich nicht verschlossenen Friedhof nicht zu signifikant erhöhtem Schadensaufkommen oder erhöhten Belästigungen kommen würde. Selbstverständlich hat ESO das Angebot bürgerlichen Engagements für einen Schließdienst am Alten Friedhof gerne angenommen, doch eine Notwendigkeit aufgrund von häufigeren Störungen der Ordnung bestand nicht.

Die, der o. g. Entscheidung zugrunde liegende, Erwartung ist bestätigt worden. Obwohl die Friedhöfe nachts nicht mehr abgeschlossen wurden, sind klassische Vandalismusschäden nicht häufiger aufgetreten als zuvor.

Im betrachteten Zeitraum hat es folgende, bedeutende Beeinträchtigungen bzw. Störungen der Friedhofsordnung gegeben, für die aber kein ursächlicher Zusammenhang mit der derzeitigen Praxis gegeben ist:

- einer Statue auf dem Alten Friedhof wurde die Hand entfernt, dann aber wieder
gefunden und im Rahmen einer PR-Aktion wieder installiert,


- ein Wasserhahn in Form eines Hahnes aus Messing wurde im Eingangsbereich des
  Alten Friedhofs entwendet,

- das „Eiserne Kreuz“ am Kriegerdenkmal Friedhof Bieber wurde entwendet,

- (Lärm-) Beschwerden, verursacht durch Jugendliche, sind für den Erweiterungsteil
  Bürgel eingegangen.

Diese Störungen sind im erwarteten Rahmen geblieben und stellen zudem keine Änderung nach Art, Umfang und Häufigkeit der Beeinträchtigungen gegenüber der vorherigen Situation dar, als die Friedhöfe noch nachts abgeschlossen wurden. Selbstverständlich wird jedem Vorgang sofort nachgegangen.

Aufgrund dieser Erfahrungen wird die Friedhofsverwaltung an der genannten, bewährten Praxis festhalten, solange keine signifikante Änderung der Vandalismus- bzw. Belästigungssituation eintritt.

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