Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 21.01.2010

                                                                                               Eing. Dat. 21.01.2010

 

Nr. 555

 

 

 

 

Bonus-Karte für Kunden der Offenbacher Innenstadt
Antrag SPD, B´90/Die Grünen und FDP vom 21.01.2010, DS I (A) 555


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, ob und wie eine Bonus-Karte  für die Innenstadt mit organisatorischer Unterstützung der Stadt zu initiieren ist. Deren Funktion soll sein, dass Kunden wahlweise die Mobilitätskosten für Ihr ÖPNV-Ticket bzw. Zeitkarte oder ihre anfallenden Parkgebühren anteilig und in vergleichbarem Umfang erstattet bekommen können.  Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob eine solche Karte auch mit Mehrwertfunktionen (wie z.B. einem Rabattsystem) ausgestattet werden kann.

Nach Abschluss von Gesprächen mit den relevanten Akteuren soll der Magistrat im zuständigen Ausschuss über das Ergebnis berichten.


Begründung:

 

Um zusätzliche Kunden, auch aus dem Offenbacher Umland, für die Offenbacher Innenstadt zu gewinnen, ist eine preisgünstige, zügige und umweltfreundliche Erreichbarkeit der City von großer Bedeutung.

 

Wichtige Schritte zur Verbesserung der Erreichbarkeit waren beispielsweise die Einrichtung der innerstädtischen S-Bahn-Linie, ein gut getaktetes Busangebot, ein funktionierendes Radwegenetz oder ein modernes Parkleitsystem, wie es von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Für ÖPNV-Nutzer ist die bevorstehende Ausweitung des Dynamischen Fahrgastinformationssystems eine wesentliche Service-Verbesserung. Ein praktikables Rückvergütungssystem, sowohl für Parkgebühren als auch für ÖPNV-Nutzer, soll den Service für Besucherinnen und Besucher der Offenbacher Innenstadt nun weiter verbessern.

 

Die Lösung, z.B. eine Bonus-Karte, soll auf lange Sicht ohne städtische Unterstützung auskommen und in privater Hand verbleiben.  In Gesprächen mit relevanten Akteuren, dem örtlichen Einzelhandel,  den Parkhausbetreibern sowie der LNO sind Vorschläge zu erarbeiten. Dabei sollten Insellösungen einzelner Einzelhändler oder für einzelne Parkhäuser vermieden werden.

 

Eine einseitige Bezuschussung des PKW-Verkehrs durch die ausschließliche Vergütung von Parkgebühren soll nicht stattfinden. Wenn die Stadt Offenbach organisatorische und ggf. auch finanzielle Hilfe zur Verfügung stellt, um ein solches Rückvergütungssystem aufzubauen, müssen insbesondere ÖPNV-Nutzer oder auch Nutzer von Nextbike-Fahrrädern auch von diesem profitieren können. Insbesondere sollte auch eine Lösung für diejenigen Besucher der Offenbacher Innenstadt gefunden werden, die bereits eine Zeitkarte für den ÖPNV besitzen.