Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 01.07.2010

                                                                                               Eing. Dat. 01.07.2010

 

Nr. 596/1

 

 

 

Förderung der sportlichen Aktivität von Migrantinnen „Mama macht Sport“
Änderungsantrag SPD, B’90/Die Grünen und FDP vom 30.06.2010, DS I (A) 596/1


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Antrag wird wie folgt geändert:

1. Der Magistrat wird beauftragt, eine Zusammenstellung über die Sportangebote in 
    Offenbach zu erstellen, die sich speziell an Frauen richten.

2. Auf dieser Grundlage wird der Magistrat damit beauftragt, in Zusammenarbeit mit
    den Anbietern zu prüfen und zu berichten, wie erreicht werden kann, dass Frauen
    mit Migrationshintergrund diese Angebote besser annehmen.


Begründung:

 

In Offenbach gibt es bereits eine Reihe von Sportangeboten, die sich speziell an Frauen richten, z.B. bei der VHS und einigen Sportvereinen. Der Anteil der ausländischen Mädchen und Frauen in den Vereinen ist jedoch gering. Konkrete Statistiken dazu gibt es nicht, aber Studien zeigen, dass „die Sportbeteiligung von Migrantinnen deutlich unter der der weiblichen deutschen Bevölkerung liegt“, heißt es vom Deutschen Turnerbund (DTB).

 

Dabei verstehen sich viele Migrantinnen nicht als separate Gruppe. Sie sind Frauen, die aus dem gleichen Grund Sport treiben möchten wie andere auch: Da geht es um Fitness, Gesundheit, Freude an der Bewegung und Gemeinsamkeit.

Mit diesem Antrag soll eine Übersicht der bereits vorhandenen Sportangebote erstellt werden. Mit einem Flugblatt bzw. einer Broschüre könnte dann gezielt um Frauen mit Migrationshintergrund geworben werden, indem dieses z.B. in Stadtteilbüros, den Schulen, den „Mama-lernt-Deutsch“-Kursen und bei ausländischen Vereinen ausgelegt wird. Voraussetzung dafür ist die Kooperation mit den Anbietern.

 

Sind Anbieter interessiert, soll zudem überlegt werden, welche weiteren Möglichkeiten der Anwerbung von Migrantinnen es für ihre Sportangebote gibt. Als Beispiel kann das Hanauer Netzwerkprojekt „Bewegung und Gesundheit mehr Migrantinnen in den Sport“ dienen, das zusammen von der Stadt Hanau, drei Vereinen in Hanau und dem Deutschen Olympischen Sportbund gestartet wurde.