Quelle: pio.offenbach.de
Abgerufen am 14.10.2019



Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                            Ausgegeben am 10.02.2011

                                                                                               Eing. Dat. 10.02.2011

 

Nr. 692

 

 

Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 637 „Anni-Emmerling-Haus (Biebernsee)“
hier: Einleitungs- und Aufstellungsbeschluss gemäß § 12 Abs. 2 BauGB i. V. m. § 2 Abs. 1 BauGB
Antrag Magistratsvorlage Nr. 025/11 (Dezernat I, Amt 60) vom 09.02.2011,
DS I (A) 692


Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverord­netenversammlung wie folgt beschließt:

Für das Gebiet des Geltungsbereiches wird aufgrund des Antrags des Vorhabensträgers, des Evangelischen Kirchengemeindeverbandes, vom 21.01.2011 gemäß § 12 Abs. 2 BauGB i. V. m. § 2 Abs. 1 BauGB die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gefasst. Die Aufstellung erfolgt als Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren gemäß § 13 a BauGB.

Der räumliche Geltungsbereich gemäß § 9 Abs. 7 BauGB des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 637 liegt in der Gemarkung Rumpenheim, Flur 12, und wird umgrenzt:

Im Norden
    - von einer Linie, die orthogonal vom Grundstück 113 (Flur 8) zur nordwestlichen
      Ecke der Wegeparzelle 54/1 verläuft, im weiteren Verlauf der Nordgrenze der
      Wegeparzelle 54/1 folgt und etwa in Mitte des Flurstücks Nr. 32 auf die
      Südgrenze der Wegeparzelle verspringt und dieser bis zu ihrem östlichen Ende
      folgt.

Im Osten
    - von der Ostgrenze des Flurstücks Nr. 35/3.  

Im Süden
    - von der Südgrenze des Flurstücks Nr. 35/3 und einer Linie, die auf die Ostgrenze
      des Flurstücks 103 (Flur 8) stößt.

Im Westen
    - von der Westseite des Bischofsheimer Wegs.

Die Umgrenzung des räumlichen Geltungsbereiches ist in beigefügtem Übersichtsplan dargestellt.

Mit der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 637 soll das Planungsrecht für den Neubau „Service Wohnen“ des Anni-Emmerling-Hauses (Biebernsee) geschaffen werden.


Begründung:

Der evangelische Kirchengemeindeverband beabsichtigt den teilweisen Abriss und zugleich Neubau des Anni-Emmerling-Hauses am Bischofsheimer Weg in Biebernsee mit 60 Wohneinheiten, da die bestehenden Gebäude stark sanierungsbedürftig sind und ein Neubau aus wirtschaftlichen und baukonstruktiven Gründen einer Sanierung vorgezogen wird.

Im Zuge dieser Maßnahme soll die bestehende Zufahrt zugunsten einer besseren Auffindbarkeit und besseren Verkehrsführung im Bereich der Buswendeschleife verändert werden. Zudem werden die erforderlichen internen Erschließungswege sowie ein zentral gelegener Gemeinschaftsplatz zwischen dem Neubau und dem unverändert belassenen Altenpflegeheim optimiert.

 

Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich der Satzung über die Grenze des im Zusammenhang bebauten Ortsteiles Biebernsee in der Gemarkung Rumpenheim nach § 34 Abs. 4 Satz 1 BauGB. Für die Neuerrichtung des siebengeschossigen Baukörpers nach Abbruch der bis zu neungeschossigen Wohntürme ist die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich.

 

Das neue Anni-Emmerling-Haus wird sich mit zwei unterschiedlichen Baukörpern (einem viergeschossigen Gebäuderiegel sowie einem Punkthaus mit sieben Geschossen) parallel und unter Einhaltung einer von Grün geprägten Vorgartenzone entlang des Bischofsheimer Wegs ausrichten. Desweiteren bildet es zusammen mit den Gebäuden des Altenpflegeheims eine sehr kompakte städtebauliche Figur, die eine abschließende Raumkante zum Bischofsheimer Weg und einen introvertierten zentralen Gemeinschaftsplatz bildet sowie einen ausreichenden Abstand zum Waldrand einhält. 

 

Der Vorhabenträger hat in seinem Antrag auf Einleitung des Bebauungs- planverfahrens vom 21.01.2011 bestätigt, dass er derzeitiger Grundstücks- eigentümer ist.

 

Die im Zusammenhang mit der Aufstellung des Bebauungsplans und der Realisierung des Vorhabens entstehenden Kosten werden vom Vorhabenträger übernommen. Die Realisierung des Vorhabens in allen Teilen wird in einem Durchführungsvertrag gemäß § 12 Abs. 1 BauGB zwischen der Stadt Offenbach und dem Vorhabenträger geregelt.

 

Der Bebauungsplan Nr. 637 erfüllt die in § 13 a BauGB genannten Kriterien zur Aufstellung im beschleunigten Verfahren als Bebauungsplan der Innenentwicklung.

 

Anlagen

1. Übersichtsplan mit Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereiches               (Stand 24.01.2011)

2. Bebauungskonzept (Stand 25.01.2011)

 

Verteiler:

15 x HFB

  1 x Minderheitenvertreter (HFB)

15 x UPB

   1 x Minderheitenvertreter (UPB)

   7 x Fraktionen

   2 x Stv.-Büro

 

 

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