Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0259                                                         Ausgegeben am 10.08.2017

                                                                                               Eing. Dat. 10.08.2017

 

 

 

 

 

Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen im Rathaus Offenbach Bauabschnitt 8b (Breitfuß EG – OG und Kellergeschoss)

hier:  Erhöhung der Projektbeschlusssumme

Antrag Magistratsvorlage Nr. 2017-243 (Dez. I, Amt 60) vom 09.08.2017

 

 

Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:

 

1.       Der Projektbeschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 20.03.2014, 2011-16/DS-I(A)0518/1, Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen im Rathaus Offenbach, Bauabschnitt 8b wird wie folgt angepasst:

 

Aufgrund von baulichen Auflagen sowie zusätzlichen notwendigen Leistungen werden die ersparten Mittel der Bauabschnitte 5, 6, 7 und 8a in Gesamthöhe von 210.900,00 € in den Bauabschnitt 8b umgesetzt. Die Projektsumme beim Bauabschnitt 8b erhöht sich damit von 7.450.000,00 € um 210.900,00 € auf 7.660.900,00 €.

 

Die von dem Architekturbüro Adolf Gerber Baumanagement Gesellschaft mbH in Zusammenarbeit mit dem Büro Projektsteuerung und Baumanagement Appenrodt aktualisierte Kostenberechnung wurde vom Revisionsamt geprüft.

 

2.       Die erforderlichen Mittel in Höhe von 210.900,00 € werden bewilligt und stehen bei dem Produktkonto 01011300.0951000160 "Rathaus, Sanierung und Brandschutzmaßnahmen (01.01.13)", PN 6031b, Investitionsnummer 0101130900601201 zur Verfügung.

 

 

Begründung:

 

Durch Projektbeschluss 2011-16/DS I (A) 0518/1 vom 20.03.2014 hat die Stadtverordnetenversammlung dem Projekt „Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen im Rathaus Offenbach, Bauabschnitt 8b“ mit einem Kostenaufwand von insgesamt 7.450.000,00 € zu Lasten des Produktkontos 01011300.0951000160 "Rathaus, Sanierung und Brandschutzmaßnahmen", PN 6031b, Investitionsnummer 0101130900601201 zugestimmt.

 

Auf Grund fehlender Mittelfreigaben konnte die Maßnahme nicht plangemäß im September 2014, sondern erst im Juli 2015 begonnen werden. Dadurch haben sich zum Teil Preissteigerungen durch die außergewöhnlich gute Auftragssituation der ausführenden Firmen ergeben, die bislang über das zur Verfügung stehende Projektbudget gedeckt werden konnten. Die Notwendigkeit der Kostenanpassung ergibt sich aus baulichen Auflagen aus den baubegleitend durchgeführten Abstimmungen mit der Bauaufsicht, der Unteren Denkmalschutzbehörde, dem Brandschutzsachverständigen und der Feuerwehr. Des Weiteren handelt es sich bei den Brandschutz- und Sanierungs­maßnahmen im Rathaus Offenbach um Maßnahmen in einem Bestands­gebäude aus dem Jahre 1969. Für die vorhandenen technischen Anlagen sind nur teilweise Bestandsunterlagen vorhanden. Da die Zugänglichkeit im Vorfeld nicht zu allen Teilen möglich war, konnte die Bestandsaufnahme nicht vollständig durchgeführt werden. Aus diesem Grund musste die Ausführungsplanung, die üblicherweise vor Baubeginn erstellt wird, im Bauverlauf teilweise angepasst werden. Somit ergaben sich im Zuge der Ausführung im Bestand neue Erkenntnisse und Notwendigkeiten, die zusätzliche Leistungen erforderlich machen, welche aus den o.a. Gründen in den derzeitigen Aufträgen nicht enthalten sein konnten.

 

Darstellung der Kostenentwicklung:

 

Pförtnerloge

Gemäß Projektbeschluss sollte die Pförtnerloge entsprechend den Vorgaben des Hauptamtes vollständig erneuert werden. Im Zuge der weiteren Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde zur technischen Klärung der Umsetzung hat sich gezeigt, dass die geforderte filigrane Ausführung analog der Bestandsausführung auf Grund brandschutztechnischer Anforderungen an die Pförtnerloge technisch nicht realisierbar ist. Im weiteren gemeinsamen Abstimmungsprozess mit der Unteren Denkmalschutzbehörde, der Bauaufsicht, dem Brandschutzsachverständigen sowie der Feuerwehr konnte daher festgelegt werden, die Pförtnerloge doch im Bestand zu belassen und lediglich aufzubereiten sowie den notwendigen Brandschutz über eine Sprühnebellöschanlage zu gewährleisten.

Durch diese Festlegung minderte sich der Auftrag der Firma M.B.E. Konstruktionen GmbH für die Metall- und Fassadenbauarbeiten (Windfänge, Pförtnerloge, Brandschutztor) um 171.340,04 €. Diese Mittel sollen im Laufe der weiteren Projektabwicklung zur Finanzierung von weiteren Nachträgen verwendet werden.

Die Planung sowie die Ausführung der geforderten Sprühnebellöschanlage führten zu Mehrkosten.

Kostenberechnung Projektbeschluss: 0,00 €

Aktueller Auftragsstand (Hauptauftrag inkl. Nachträge): 0,00 €

Zusätzlich benötigte Mittel: 109.796,17 €

 

Tischlerarbeiten

Die Notwendigkeit der Auftragserhöhung ergibt sich aus den baubegleitend durchgeführten Abstimmungen mit der Unteren Denkmalschutzbehörde und der Forderung von Nachbauten zur Anpassung an den Altbestand (Saal EG sowie Säle und Foyer OG). Durch die Forderung sind zusätzliche Leistungen erforderlich, welche in dem derzeitigen Auftrag nicht enthalten sind und eine Auftragserhöhung bei Tischlerei Volker Laun erforderlich machen.

Kostenberechnung Projektbeschluss: 529.483,96 €

Aktueller Auftragsstand (Hauptauftrag inkl. Nachträge): 601.853,81 €
Zusätzlich benötigte Mittel: 66.526,83 €

Neue Auftragssumme: 668.380,64 €

 

Bodenbelagsarbeiten
Im Kellergeschoss wurden im Zuge der Brandschutzmaßnahmen die bestehenden Kellertüren erneuert. Ursprünglich war geplant, dadurch entstandene Schäden am Bodenbelag im Bereich der Schwellen auszubessern. Das durch diese Maßnahme nun entstandene Schadensbild sowie  Fehlstellen durch die starke Abnutzung der Fußbodenbeschichtung macht eine Erneuerung bzw. Ergänzung der Bodenbeschichtung erforderlich. Diese zusätzliche Leistung ist im derzeitigen Auftrag nicht enthalten und macht eine Auftragserhöhung beim Raumstudio Falter GmbH & Co. KG notwendig.

Kostenberechnung Projektbeschluss: 194.918,67 €

Aktueller Auftragsstand (Hauptauftrag inkl. Nachträge): 227.844,18 €

Zusätzlich benötigte Mittel: 24.228,40 €

Neue Auftragssumme: 252.072,58 €

 

Unvorhergesehenes

Da die Maßnahme noch nicht abgeschlossen ist, wurde vorsorglich ein Budget von ca. 5% für Unvorhergesehenes eingeplant.

Kostenberechnung: 10.358,07 €

 

Zur Gesamtabwicklung des Projektes werden vom Revisionsamt geprüfte zusätzlich erforderliche Mittel in Höhe von 210.900,00 € benötigt.

 

Die bereits o.g. beschlossenen Gesamtkosten in Höhe von 7.450.000,00 € erhöhen sich somit nunmehr auf 7.660.900,00 €.

 

Im Büro der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder und anschließend im Büro der Stadtverordnetenversammlung liegt eine detaillierte Kostenberechnung zur Einsichtnahme aus.