Quelle: pio.offenbach.de
Abgerufen am 24.09.2017



Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0277                                                         Ausgegeben am 07.09.2017

                                                                                               Eing. Dat. 07.09.2017

 

 

 

 

 

Erneuerung der Netzwerktechnik,

Feuer- und Rettungswache,

Rhönstraße 10, 63071 Offenbach am Main

hier: Grundsatzbeschluss

Antrag Magistratsvorlage Nr. 2017-298 (Dez. VI, Amt 37) vom 06.09.2017

 

 

Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:

 

1. Der Erneuerung der Netzwerktechnik in der Feuer- und Rettungswache, Rhönstraße 10, 63071 Offenbach am Main, auf der Grundlage der vom Ingenieurbüro Hofmann & Wehner GmbH, Frankfurt am Main erstellten und vom Revisionsamt geprüften Kostenschätzung in Höhe von 264.890,00 € wird zugestimmt.

 

2. Der Magistrat wird beauftragt, die erforderlichen Planungs- und Kostendaten für die Erneuerung der Netzwerktechnik in der Feuer- und Rettungswache, Rhönstraße 10, 63071 Offenbach am Main zu erstellen und der Stadtverordnetenversammlung die entsprechende Projektvorlage zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

3. Die erforderlichen Mittel in Höhe von 264.890,00 € für die Erneuerung der

Netzwerktechnik in der Feuer- und Rettungswache werden bewilligt und auf dem Produktkonto 02030100.0240000037, Investitionsnummer 0203010800371603 „Informationstechnik“ im Finanzhaushalt  2017 zur Verfügung gestellt.

 

 

Begründung:

 

Die Feuer- und Rettungswache der Feuerwehr Offenbach a. M. wurde Anfang der 60er Jahre in Stahlbetonskelettbauart errichtet und wird seit diesem Zeitpunkt durch die Berufsfeuerwehr genutzt. Ende der 90er Jahre wurde die Grundsatzentscheidung getroffen, den derzeitigen Standort beizubehalten,  den bestehenden Gebäudekomplex auch weiterhin zu nutzen, die vorhandene Gebäudesubstanz sukzessive zu sanieren und die veralteten haustechnischen Anlagen zu erneuern. Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten Jahren verschiedene Sanierungs-, Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen in der Feuer- und Rettungswache umgesetzt.

Infolge einer immer fortschreitenden Digitalisierung wurde ab Ende der 1990er Jahren begonnen auch eine Netzwerkinfrastruktur in der Feuer- und Rettungswache aufzubauen und sukzessive zu erweitern. Diese Entwicklung, welche anfänglich ausschließlich die Leitfunkstelle sowie einzelne Büros betraf, wurde in den Folgejahren immer weiter ausgebaut und erweitert, so dass heute fast jeder Arbeitsplatz in der Feuer- und Rettungswache mit der städtischen PC-Infrastruktur ausgestattet ist. Durch den sukzessiven Aufbau eines Datennetzes in der Feuer- und Rettungswache im Zeitraum von ca. 15 Jahren sind Datenleitungen verschiedensten Alters und Übertragungsqualitäten installiert. Außerdem ist die vorhandene Netzwerkinfrastruktur ausschließlich im Kupferstandard verbaut.

 

Infolge einer immer umfangreicheren Anforderungen an die Datenübertragungsraten und –geschwindigkeiten von Netzwerken soll die vorhandene Bestandsinfrastruktur in enger Abstimmung mit der städtischen Informationstechnik erneuert und gegen ein glasfaserbasiertes Netzwerk ersetzt werden. Mit dieser Erneuerungsmaßnahme wäre die Feuer- und Rettungswache netzwerkspezifisch auf dem neusten Stand der Technik und für die Zukunft gerüstet. Insbesondere vor dem Hintergrund der besonderen Aufgabenstellung der Feuerwehr Offenbach als Gefahrenabwehrbehörde und der Einstufung als kritische Infrastruktur ist diese Maßnahme von großer Bedeutung für die zukünftige Aufgabenerfüllung.

 

Im Rahmen des geplanten Projektes soll die Netzwerktechnik der Feuer- und Rettungswache grundlegend erneuert werden. Hierzu wurde eine Vorplanung mit Kostenschätzung nach DIN 276 erarbeitet. Im Vordergrund der Planung standen dabei die funktionale und kostenoptimierte Umsetzung einer sternförmigen Glasfaseranbindung der verschiedenen Funktionsbereiche unter Berücksichtigung der Vorgaben der Ausführungsrichtlinie der Stadt Offenbach zu „strukturierte Gebäudeverkabelung nach DIN EN 50173-1“ (Stand 02/2015, Version 1.5).

 

Auf Basis einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Netzwerkinstallation wurde eine Konzept zur Erneuerung der Netzwerktechnik durch ein beauftragtes Ingenieurbüro erarbeitet, welches die Planung der neuen Netzwerkinfrastruktur gemäß den objektspezifischen Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung aller erforderlichen Leitungswege, Installationen, Nebenarbeiten (z. B.: Brandabschottungen, etc.)  sowie Messungen und Dokumentationen berücksichtigt.

 

Dabei wurden verschiedene Vorgaben des Amtes 37 in Abstimmung mit der städtischen Informationstechnik bedacht. Demnach werden an verschiedenen, strategisch günstigen Standorten in der Feuer- und Rettungswache Etagenverteiler platziert, die mittels Glasfaserkabel (Lichtwellenleiter, LWL) an den zentralen Serverschrank (Übergabepunkt des städtischen Netzwerks) im Technikraum 2 der Feuer- und Rettungswache angeschlossen sind. Von den Etagenverteilern aus erfolgt die Anbindung der Peripherie mittels Kupferkabel  (Cat 7-Kabel).

 

Grundlage der Planung ist, jeden Büroarbeitsplatz mit vier Cat 7-Kabeln und zwei Netzwerkdoppeldosen (RJ45-Dosen, Kategorie Cat 6A) sowie jeden Ruheraum mit zwei Cat 7-Kabel und einer Netzwerkdoppeldose (RJ45-Dose, Kategorie Cat 6A) zu versorgen. Hierdurch ist für die Zukunft die Möglichkeit gegeben, die IT-Ausstattung (PC, Drucker, etc.) flexibel anzuschließen sowie noch bestehende analoge Systeme (z.B. Telefonanlage und Lautsprecherdurchsagen) durch eine netzwerkbasierte Lösung zu ersetzen.

 

Außerdem ist die Installation von Netzwerkanschlüssen in den Fahrzeughallen der Feuer- und Rettungswache für zukünftige Programmierarbeiten und Updates an den Digitalfunkgeräten der Einsatzfahrzeuge sowie die Einrichtung von Accesspoints in verschiedenen Funktionsbereichen der Feuer- u. Rettungswache vorgesehen.

 

Zum Umfang der Planungen gehört auch die Demontage aller Bestandsleitungen „Netzwerk“ und „Telefon“ inklusiv der zugehörigen Verlegesysteme, die nicht mehr benötigt werden.

 

Die Planung der Netzwerkanbindung für den Erweiterungsbau der Feuer- und Rettungswache ist nicht Bestandteil dieses Projektes und ist unter Berücksichtigung der Vorgaben der der Ausführungsrichtlinie der Stadt Offenbach zu „strukturierte Gebäudeverkabelung nach DIN EN 50173-1“ im Projekt „Erweiterungsbau, Feuer- und Rettungswache“ integriert. Dies gilt auch für die Planung der Erneuerung der Netzwerktechnik im Kellergeschoss (Atemschutzstrecke) die nicht Bestandteil dieses Projektes ist und im Projekt „Erneuerung Atemschutzübungsanlage“ integriert ist, sowie die Planung der Erneuerung der Netzwerktechnik im 2. OG des Verwaltungsbaus, die nicht Bestandteil des Projektes ist und im Projekt „Modernisierung Leitstelle“ integriert ist.

 

Prüfung der Auswirkung auf Natur, Umwelt und Klima durch das Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz:

 

Gegen die oben näher bezeichnete Magistratsvorlage bestehen keine Bedenken.

 

Natur- und Artenschutz:

 

Natur- und artenschutzrechtliche Belange werden von der Maßnahme nicht berührt.

 

Altlasten, Bodenschutz, Immissionsschutz sowie Gewässerschutz:

 

Gegen die Vorlage bestehen altlasten- und bodenschutzrechtlich keine Bedenken, da nicht in den Boden eingegriffen wird. Im Rahmen der Entkernungsarbeiten können ggf. gefahrstoffhaltige Bauteile auftreten. Die allgemein anerkannten Regeln der Technik u. die einschlägigen DIN-Vorschriften u. TRGS (z. B. TRGS 519 für Asbest, TRGS 521 für KMF/künstliche Mineralfasern)  sind dabei zu beachten. Soweit mit Asbest umgegangen wird, sind Fachfirmen mit entsprechenden Sachkundenachweisen zu beauftragen und die Arbeiten rechtzeitig vorher beim RP Darmstadt anzuzeigen. Alle Abfälle sind fachgerecht unter Beteiligung des RP Darmstadt als zuständige Abfallbehörde einzustufen und gemäß den Regeln des Kreislaufwirtschafts-und Abfallgesetzes zu entsorgen.

Gegen die Vorlage bestehen aus Sicht des Gewässerschutzes keine Bedenken.

 

Klimaschutz und Energie:

 

Gegen die Vorlage bestehen keine Bedenken.

 

Im Büro der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder und sodann im Büro der Stadtverordnetenversammlung liegen die Planungsunterlagen und die geprüfte Kostenschätzung zur Einsichtnahme aus.

 

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