Quelle: pio.offenbach.de
Abgerufen am 15.12.2018



Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0385                                                         Ausgegeben am 05.04.2018

                                                                                               Eing. Dat. 04.04.2018

 

 

 

 

 

Umstellung der städtischen PKW-Fahrzeugflotte auf Elektromobilität

Antrag CDU, B‘90/Die Grünen, FDP und FW vom 04.04.2018

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

 

Die Stadtverordnetenversammlung begrüßt grundsätzlich den erfolgreichen Ausbau der Elektromobilität in Offenbach als Beitrag zur Luftreinhaltung und damit die Einführung zeitgemäßer Mobilitätsangebote wie E-Carsharing, E-Fahrzeug-Leasing (E-MIO)  für Handwerksbetriebe, den Einsatz von E-Bussen im Stadtverkehr, die schrittweise Umstellung der städtischen PKW-Fahrzeugflotte sowie die Einrichtung von öffentlicher Ladeinfrastruktur und Fahrzeugverleihstationen im Stadtgebiet. 

Der Magistrat wird daher beauftragt, innerhalb der nächsten 3 Monate zu prüfen und zu berichten, wie die PKW-Fahrzeugflotte der städtischen Verwaltung sowie stadtnaher Betriebe schrittweise umgerüstet werden kann und dazu einen Kosten- und Zeitplan zu erstellen. Die Kosten sind durch Fördermittel des Bundes und des Landes zu decken. Derzeit ist es hier im Rahmen von speziellen Förderaufrufen möglich, für Kommunen mit Haushaltssicherung besonders hohe Förderquoten (90% der Investitionsmehrkosten) zu beantragen.

 

 

Begründung:

Offenbach gehört zu den Städten mit der höchsten Luftbelastung im Ballungsgebiet Rhein Main. Die Luftbelastung (insbesondere die Stickstoffdioxidbelastung) wird in Offenbach zu 60 bis 70 % durch den Kfz-Verkehr verursacht. Dieselfahrzeuge sind dabei die Hauptemittenten.

 

Der bundesweite Förderaufruf „Elektro-Mobil“ im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft bietet gegenwärtig eine besonders günstige Gelegenheit zur finanziellen Förderung. Bei einer Umrüstung auf drei Standardmodelle der Typen klein (70% der Fahrzeuge z.B. als VW eUP!), mittel (20% z.B. als VW eGolf), groß (10% z.B. als Nissan e-NV200 Evalia 7-Sitzer)  sowie der Beschaffung sogenannter Wallboxen zum Laden der Fahrzeuge ist schätzungsweise von einem Eigenanteil der Stadt an den einmaligen Anschaffungskosten von rund 54.000 EUR auszugehen. Auf die langfristige Nutzung gerechnet sind Elektroautos aufgrund geringerer Wartungs- und Betriebskosten aber günstiger. Daneben bieten Landesfördermittel und die Bundesgelder für den „Masterplan Green City“ Finanzierungsmöglichkeiten. Am 20.12.2017 erhielt die Stadt einen positiven Förderbescheid für den kommunalen „Masterplan Green City“ in Kooperation mit Frankfurt am Main. Der vorliegende Antrag soll die Maßnahmen des „Masterplan Green City“ aufgreifen und vertiefen. Die Umstellung von Dienstfahrzeugen ist eine wichtige Maßnahme, die auch der Masterplan listet, um die steigende Luftbelastung in der wachsenden Stadt an der Quelle zu reduzieren.

 

Laut einer internen Erhebung durch die Stadtverwaltung im Jahr 2017 sind im Bereich der städtischen Verwaltung derzeit 34 Dienstfahrzeuge im Einsatz. Darunter haben 7 einen Dieselmotor, 9 einen Gasantrieb, 4 sind mit Elektromotor ausgestattet.

Mit dem Antrag erfüllen die Koalitionsfraktionen ein weiteres Anliegen aus dem gemeinsamen Koalitionsvertrag: den Ausbau der verkehrsmittelübergreifenden Elektromobilität als einen wichtigen Baustein der städtischen Bemühungen zur Luftreinhaltung sowie zum Lärm- und Klimaschutz.

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