Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0634                                                         Ausgegeben am 08.08.2019

                                                                                               Eing. Dat. 30.07.2019

 

 

Bevölkerung vor Nilgänsen schützen

Antrag der SPD vom 30.07.2019

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt:

 

1. Neue und gut sichtbare Hinweisschilder zum geltenden Fütterungsverbot im Stadtgebiet aufzustellen.

 

2. Die Fütterungsverbote in der Stadt konsequent durchzusetzen und

zukünftig das Verbot am Mainufer mit dem Schwerpunkt Carl-Ulrich-Brücke/

Mainuferparkplatz durch die Stadtpolizei verstärkt zu kontrollieren.

 

3. Die Ordnungsgelder für die Nichteinhaltung des Fütterungsverbots zu erhöhen.

 

4. Zu prüfen und der Stadtverordnetenversammlung bis Ende 2019 zu berichten, wie die weitere Ausbreitung invasiver Arten – insbesondere der Nilgänse – im

Stadtgebiet (zuvorderst im Schwimmbad auf der Rosenhöhe, am Offenbacher

Mainufer und am Schultheisweiher) verhindert und deren Population reduziert

werden kann.

 

4a. In die Prüfung als ‚Ultima Ratio‘ auch die Bejagung der Nilgänse miteinzubeziehen.

 

 

Begründung:

 

In den letzten Jahren hat sich die Nilgans als invasive Art im Offenbacher Stadtgebiet ausgebreitet. In Folge dessen kommt es zu vermehrten Beschwerden von Seiten der Offenbacher Bürger-/innen.

 

zu 1. Die derzeitigen Verbotsschilder erfüllen nach Meinung der antragstellenden Fraktion aufgrund ihrer grafischen Gestaltung und ihrer räumlichen Platzierung nicht den Zweck einer Durchsetzung des Fütterungsverbotes.

 

zu 2. Gerade am Offenbacher Mainufer werden zum Teil große Mengen an

Speiseresten an Nilgänse verfüttert. Das ordnungswidrige Zufüttern befördert das Wachstum der Population.

 

zu 3. Eine Erhöhung der Ordnungsgelder kann abschreckende Wirkung entfalten.

 

zu 4 und 4a.: Um über ein weiteres Vorgehen gegen invasive Arten zu entscheiden, ist es notwendig, den Stadtverordneten Lösungsvorschläge zu unterbreiten

beziehungsweise aufzuführen, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden und mit welchem Erfolg.