Quelle: pio.offenbach.de
Abgerufen am 24.11.2020



Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0830/1                                                      Ausgegeben am 09.09.2020

                                                                                               Eing. Dat. 09.09.2020

 

 

 

 

 

Ein Konjunktur- & Hilfspaket für Offenbach

Änderungsantrag SPD, CDU, B´90/Die Grünen, FDP und FW vom 09.09.2020

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Offenbachs Einzelhandel und Gastronomie gemeinsam unterstützen

 

1.    Der Magistrat wird beauftragt, umgehend eine Task Force zur Unterstützung des Offenbacher Einzelhandels und der Gastronomie einzusetzen. Diese soll aus Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung und des Stadtkonzernes, Vertretern von OF Offensiv und IHK sowie Treffpunkt Offenbach bestehen.

 

2.    Diese Task-Force soll unter der Leitung des Oberbürgermeisters ein Sofortkonzept und eine Marketingkampagne erarbeiten und umsetzen. Ziel ist es, Kunden zurück zu gewinnen, die in der Pandemiesituation ausgeblieben sind, um Handel und Gastronomie in Offenbach zu stärken.

 

3.    Die Marketingkampagne soll kurzfristig starten und auf allen schnell bespielbaren Kanälen (Social Media, klassisch (Zeitung, Radio etc)., Plakate, Flugblätter etc.) umgesetzt werden.

 

4.    Die Task-Force soll auch kurzfristig wirksame Aktionen zur Belebung von Einzelhandel und Gastronomie zentral koordinieren. Dies können Gutscheine, Busgutscheine, Gewinnspiele, Geschenkaktionen oder eine City Arena, um Corona-konforme Events in der City zu veranstalten, sein. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass auch einkommensschwache Haushalte von Rabattaktionen, Gutscheinen und ähnlichen Maßnahmen profitieren. Ebenso sollen möglichst viele Offenbacher Gewerbetreibende von dem Konzept profitieren können.

 

5.    Für die Punkte 3 und 4 werden kurzfristig 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.

 

6.    Die Task Force soll zusammen mit dem Kämmerer den weiteren Finanzbedarf für die Marketingkampagne und verbundene Aktionen abstimmen und der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorlegen.

 

7.    Weitere Maßnahmen des Magistrats sollen auch in den von Corona besonders betroffenen Bereichen der Kultur- und Veranstaltungsszene sowie für Vereine und Beratungsstellen und die Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen Hilfen bereitstellen.

 

 

Begründung:

 

Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der weltweiten Corona-Pandemie stellen auch für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Offenbach sowie für den hiesigen Handel, die Gastronomie und die Vereine eine besonders schwere Belastung dar.

 

Gerade auch im Einzelhandel sind die Umsätze während der erhöhten Infektionszahlen in Offenbach und der begleitenden Berichterstattung erneut stark eingebrochen. Dies erfordert schnelle Maßnahmen.

 

Bereits im April hat der Magistrat Hilfen für Kulturinstitutionen auf den Weg gebracht. Diese stehen jedoch vor der Herbst- und Wintersaison, die angesichts nach wie vor notwendiger Abstandsregeln keine kostendeckenden Indoor-Veranstaltungen versprechen. Somit sind die Kultureinrichtungen auf weitere Hilfen angewiesen.

 

Auch soll der erhöhte Bedarf von Vereinen und Beratungsstellen in Zeiten der Corona-Pandemie bedacht werden. Besonderer Fokus soll hier auf Familien, Kinder und Bildung liegen. Den Vereinen in Offenbach fehlen die Einnahmen aus ansonsten üblichen Veranstaltungen wie dem Mainuferfest (und den Kulturvereinen aus dem Kulturfest der Nationen). Neben monetären Hilfen könnte es daher auch eine Idee sein den Vereinen kostenfreie Stand-/Verkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt zu ermöglichen, was auch der Belebung der Innenstadt dienen kann.

 

Dieser Text wurde mit dem "Politischen Informationssystem Offenbach" erstellt. Er dient nur der Information und ist nicht rechtsverbindlich. Etwaige Abweichungen des Layouts gegenüber dem Original sind technisch bedingt und können nicht verhindert werden.