Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2011 - 2016

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2011-16/DS-I(A)0235                                                         Ausgegeben am 05.09.2012

                                                                                               Eing. Dat. 04.09.2012

 

 

 

EU-Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene

Antrag SPD, B`90/Die Grünen und FW vom 04.09.2012

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt:

 

1.    den Oberbürgermeister Horst Schneider zu bevollmächtigen, die „Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ zu unterzeichnen und die Annahme in Offenbach am Main offiziell zu erklären.

 

2.    durch die Unterzeichnung der „Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“, die vom Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) vorgelegt wurde, mit einem europaweit bekannten Label für den modernen Standort Offenbach am Main als Stadt der Chancengleichheit grenzüberschreitend zu werben.

 

3.    regelmäßig – beginnend mit dem ersten Quartal 2013 - Vorschläge für einen Gleichstellungs-Aktionsplan zur Umsetzung der Charta zur Entscheidung vorzulegen, die Umsetzung des von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Plans zu steuern und über die Fortschritte regelmäßig, jedoch mindestens ein Mal im Jahr, zu berichten.

 

 

Begründung

 

Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) als Vertreter der europäischen Lokal- und Regionalregierungen hat im Jahre 2006 zusammen mit 25 Partnerinnen und Partnern – unter anderem der deutschen Sektion des RGRE und der Stadt Frankfurt am Main – die „Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ erarbeitet und fordert die Lokal- und Regionalregierungen Europas seitdem auf, diese Charta zu unterzeichnen und umzusetzen. Das Präsidium der deutschen Sektion des RGRE empfiehlt die umfangreiche Charta als wertvolle Impulsgeberin für die Aktivitäten vor Ort.

 

Die Charta sieht vor, dass man sich innerhalb eines zumutbaren Zeitraums (nicht mehr als zwei Jahre) ab Unterzeichnungsdatum mit einem Gleichstellungs-Aktionsplan auf Ziele und Prioritäten festlegt, an denen kontinuierlich gearbeitet und über deren Ergebnisse regelmäßig öffentlich berichtet wird. Möglich sind sowohl neue als auch bereits geplante Aktivitäten.

 

In Offenbach am Main ist Chancengleichheit bereits in vielen Bereichen eine Selbstverständlichkeit und in zahlreichen Projekten wie der Vergabe des Sophie von La Roche-Preises, der Arbeit der Gleichstellungskommission, Begleitveranstaltungen zum Internationalen Frauentag oder der Bildung des Arbeitskreises gegen Gewalt und nicht zuletzt dem von EU- und Bundesebene geförderten Projekt „Frauen – Stärken – Offenbach“ innerhalb der Stadtverwaltung und der städtischen Unternehmen fest verankert worden.

 

Mit der Unterzeichnung der Charta kann auch der Standortvorteil „Chancengleichheit“ in Offenbach am Main mit einem europaweit bekannten Label grenzüberschreitend sichtbar gemacht werden.