Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2011 - 2016

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2011-16/DS-I(A)0338                                                         Ausgegeben am 28.02.2013

                                                                                               Eing. Dat. 28.02.2013

 

 

 

Nutzung von GovData für Offenbacher Daten und Schaffung der Stelle des Offenbacher Open-Data-Beauftragten

Antrag Piraten vom 28.02.2013


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

1. Die Stadt Offenbach begrüßt die Open Data Initiative der Bundesregierung und die Einrichtung von GovData. [1] [2]

 

2. Die Stadt Offenbach wird geeignete Daten aus ihrem Bestand unter GovData veröffentlichen. [3]

 

3. Der Magistrat wird beauftragt, eine ehrenamtliche Stelle des Open-Data-Beauftragten zu schaffen, der/die sich frei verfügbare Daten von den Städtischen Ämtern und Gesellschaften besorgt und diese zusammen mit den entsprechenden Metadaten unter GovData einbringt. Der/die Open-Data-Beauftragter soll regelmäßig an den Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung berichten.

 

[1] http://www.tagesschau.de/inland/behoerdendaten100.html

[2] http://www.daten-deutschland.de/

[3] https://www.govdata.de/faq#entstehenmirkostenwennichdatenmeinerverwaltungseinrichtungbergovdatabereitstelle

[*] http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Gap_(Linguistik)

 

 

Begründung:

 

Mit GovData bietet die Bundesregierung nun ein OpenData Portal an, bei dem den Einstellern von Daten keine weiteren Kosten für den Betrieb entstehen. Darin können Bundes- und Landesbehörden sowie Kommunen beliebige Daten bereitstellen, auch dann wenn diese von der freien Weiterverwendung ausgeschlossen sein sollten.

 

Aktuell sind in GovData neben z.B. dem statistischen Bundesamt und einzelnen Ländern auch Städte wie Bonn, Köln, Moers, Münster und Rostock und auch die Gemeinde Wennigsen vertreten. [4]

 

Gerade in einer so frühen Phase kann sich Offenbach hier profilieren und somit ohne großen Aufwand Werbung für die eigene Stadt und deren Wirtschaft einbringen.

 

Wie groß das öffentliche Interesse an diesem Thema ist zeigt sich auch darin, dass GovData bereits am ersten Tag aufgrund der vielen Anfragen außer Betrieb gehen musste. Inzwischen steht das Portal nach erfolgter Aufrüstung des Servers wieder zur Verfügung.

 

Damit der städtische Haushalt durch diesen Antrag in keiner Weise belastet wird, soll auch die Arbeitsleistung, die zum Zusammentragen und Einstellen von Daten und der zugehörigen Parameter wie z.B. der jeweiligen Nutzungs-Lizenz benötigt wird, durch eine/n ehrenamtlich tätige/n Bürger/in erledigt werden.

 

Ob Offenbach selbst - jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt - ein eigenes Open Data Portal anbieten wird, bleibt von diesem Antrag unberührt. Sollte die Stadt Offenbach ein eigenes Open Data Portal betreiben, so lassen sich die Daten in dem Bundesportal GovData automatisiert zweitveröffentlichen.