Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2011 - 2016

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2011-16/DS-I(A)0354                                                         Ausgegeben am 18.04.2013

                                                                                               Eing. Dat. 17.04.2013

 

 

 

 

 

Ergänzende Fluglärmmessungen

Antrag FDP vom 17.04.2013

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt,

-          auch für die nördlichen Stadtteile -  insbesondere für den Stadtteil Bürgel – Fluglärmmessungen zu organisieren;

-          das Ausmaß und die Bedeutung der Schallreflexion in dicht bebauten Stadtteilen – beispielsweise der Innenstadt sowie dem Nord- und Westend – untersuchen zu lassen.

 

 

Begründung:

 

Der Fluglärm wird in Offenbach bereits an mehreren Stellen gemessen und somit dokumentiert, wobei dies durch verschiedene Träger erfolgt bzw. dies in verschiedene Systeme eingespeist wird, was ausdrücklich zu begrüßen ist. So ergibt sich ein umfassenderes Bild.  Die Messergebnisse gehen in das Fluglärmmonitoring des Deutschen Fluglärmdienstes (DFLD), des Umwelthauses und der Fraport ein. Messstationen stehen derzeit im Süden, beim Klinikum und direkt unter der neuen Anfluggrundlinie, z.B. auf dem Alten Friedhof.

 

Betroffen von einer erheblichen Zunahme des Fluglärms nach Inbetriebnahme der Nordwestbahn sind aber auch die nördlichen Stadtteile Bürgel und Rumpenheim. Insbesondere Bürgel liegt nun sehr nahe an einer Anfluggrundlinie, fällt aber nach den offiziellen Lärmberechnungen nicht in den Lärmschutzbereich. Um die reale Lärmsituation dort aktuell feststellen zu können, sollten auch dort Lärmmessungen durchgeführt werden. Möglicherweise kann dies in Zusammenarbeit mit einem der  schon tätigen Träger organisiert werden.

 

Ein weithin unterschätztes Phänomen stellt nach Ansicht der antragstellenden Fraktion die Schallreflexion in dicht bebauten Stadtteilen, z.B. der Innenstadt sowie dem Nord- und Westend dar. Die Lärmmessstationen werden bisher so angebracht, dass sie diese Schallreflexionen ausdrücklich nicht erfassen sollen. Wenn diese aber die Lärmbelastung in dicht bebauten Bereichen signifikant erhöhen, müsste dies zum Thema gemacht werden. Hierfür wäre zunächst eine Untersuchung dieses Phänomens mit entsprechenden Messungen erforderlich. Möglicherweise kann für diese Untersuchung das Umwelthaus gewonnen werden.