Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2011 - 2016

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2011-16/DS-I(A)0819                                                         Ausgegeben am 26.11.2015

                                                                                               Eing. Dat. 26.11.2015

 

 

 

 

 

Haushaltssatzung und Investitionsprogramm für das Haushaltsjahr 2016

-Haushaltsbegleitantrag-

Systembau öffentlicher Gebäude

Antrag CDU vom 26.11.2015

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und der Stadtverordnetenversammlung zu berichten

 

1.    ob für die zukünftige Errichtung von Kindertagesstätten, Schulen und Turnhallen Rahmenpläne für Systembauten sinnvoll erscheinen;

 

2.    welche Erfahrungen andere Kommunen hierzu gemacht haben;

 

3.    ob und welche Kostenvorteile bei Errichtung und Unterhalt zu erwarten sind.

 

Der Bericht ist binnen sechs Monaten nach Beschlussfassung vorzulegen.

 

 

Begründung:

 

Bei vielen öffentlichen Baumaßnahmen der im Tenor genannten Art wurden bisher für jedes Einzelprojekt umfassende Planungen vorgenommen, wofür, neben den eigentlichen Baukosten, noch erhebliche Aufwendungen entstanden. Ebenso werden die Gebäude zumeist sehr individuell gerüstet und ausgestattet, ohne das hierzu eine zwingende Notwendigkeit festzustellen wäre.

 

Aktuell hat in diesen Tagen die Stadtverordnetenversammlung Beschlüsse zum Neubau der KiTa 11 und der Turnhalle Bieber-Waldhof gefasst.

 

Den Beschlussvorlagen und den Auskünften des Magistrats ist zu entnehmen, dass etwa für die genannte KiTa eine Rohbaukonstruktion aus Holzmassivbauweise gewählt wurde. Andere Kindertagesstätten wurden nicht so errichtet, so dass schon hier individuelle Aufwendungen angefallen sind und noch anfallen werden.

 

Frankfurt hingegen versucht bereits seit einiger Zeit, neue Kindertagesstätten und 1-Felder-Sporthallen in weitgehend einheitlicher Bauweise zu realisieren, wobei, im gegebenen Falle und wenn notwendig, nur die Errichtung und der Ausbau auf den jeweiligen speziellen Fall ausgerichtet werden.

 

Ein weiteres Beispiel für das angeregte Verfahren bei Schulen stellt ein Gymnasium in Darmstadt dar, wo in der Zeit von Mai 2010 bis September 2011 ein Gebäude mit 15 Klassenräumen und einer Bruttogrundfläche 2.530 qm im Systembau entstand.

 

Schon hieraus ergeben sich erhebliche Kosteneinsparungen.

 

Gerade bei dem unstreitig wachsenden Bedarf an KiTa-Plätzen und im Bereich der Schulen und des Schulsports sollte auch die Stadt Offenbach, besonders im Hinblick auf ihre Finanzlage, entsprechend vorgehen.

 

Eine Systembauweise muss auch nicht zwingend eine Uniformität der Gebäude nach sich ziehen, Gestaltungsmöglichkeiten werden nicht automatisch ausgeschlossen.