Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0057                                                         Ausgegeben am 15.09.2016

                                                                                               Eing. Dat. 15.09.2016

 

 

 

 

 

Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing neu aufstellen

Antrag CDU, B´90/Die Grünen, FDP und FW vom 13.09.2016

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

 

  1. Der Magistrat möge schnellstmöglich  Optionen zur Neuausrichtung und Stärkung der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings vorlegen.

 

  1. Bei der Neuausrichtung und Stärkung der Wirtschaftsförderung sind folgende Punkte intensiv zu betrachten und Lösungen zu finden für: 

 

·         eine bessere Ausstattung mit Personal- und Sachmitteln,

 

·         eine neue, andere und aufgabengerechte Organisationsform,

 

·         einen besseren Standort für die Wirtschaftsförderung.

 

  1. Die Stärkung des Stadtmarketings beinhaltet eine bessere Vernetzung der Akteure des Stadtmarketings. Daher sollen unter dem Dach der OSG GmbH sämtliche Stadtmarketingaktivitäten der städtischen Ämter der SOH-Gruppe konzentriert werden.

 

 

Begründung:

Angesichts des im Schutzschirmvertrag festgelegten Konsolidierungspfades kommt der Ansiedlung neuer Unternehmen eine besondere Bedeutung zu. Für die Koalitionsfraktionen ist daher eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung ein zentraler Baustein ihrer Politik. Neue Unternehmen können den Nachholbedarf Offenbachs bei der Gewerbesteuer beheben helfen und schaffen neue Arbeitsplätze und damit neue Einkommensteuerzahler. Offenbach braucht einen Wachstumsplan. Nur mit wirtschaftlichem Wachstum kann sich Offenbach aus seiner existenziellen Krise herausentwickeln.

 

Für die Wirtschaftsförderung gilt für die Antragsteller der Grundsatz: Verlässlichkeit und Vertrauen in die Stadt und ihre Akteure sind Grundvoraussetzung für ein gutes Investitionsklima. Die qualifizierte Beratung der Unternehmen ist hierbei wichtig. Die Antragsteller möchten die Wirtschaftsförderung sowohl personell als auch mit Sachmitteln besser ausstatten, gerade auch um den Bereich der Unternehmensansiedlung zu stärken. 

Die Wirtschaftsförderung hat in der Stadtverwaltung eine Querschnittsfunktion und ist bei allen wirtschaftsrelevanten Entscheidungen zu beteiligen. Bei Ermessensentscheidungen der Ämter sollen die Erfordernisse einer erfolgreichen Wirtschaftsförderung Vorrang haben.

Die Stadt soll daher alle Unternehmen proaktiv willkommen heißen. Die Kommunale Wirtschaftsförderung soll Unternehmen langfristig an den Standort binden und neue Unternehmen gewinnen. Ziel des Stadtmarketings muss ein besseres Image der Stadt und des Standorts sein.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung sind moderne und flexible Strukturen, ein modernes und attraktives Arbeitsumfeld und ein Erscheinungsbild, das dem Anspruch der Stadt als prosperierender Wirtschaftsstandort im Zentrum der Rhein-Main-Region gerecht wird. Die derzeitige Performance des Amtes für Wirtschaftsförderung genügt diesen Anforderungen nicht. Es besteht dringender Handlungsbedarf. 

Bei allen Marketingaktivitäten soll sich die Wirtschaftsförderung des Knowhows der OSG GmbH bedienen. Zur Unterstützung der Arbeit der Wirtschaftsförderung halten die Antragsteller auch die Einbindung von Fachleuten der Wirtschaft und externen Experten für geboten. Die Wirtschaftsförderung nimmt wo immer möglich auch die Vertretung der Stadt in den Arbeitsgruppen der Regionalgesellschaften wahr und sorgt so für eine stärkere Vernetzung als auch professionellere Sichtbarkeit der Stadt in der Region. Ziel ist für die Antragsteller, dass Unternehmen und Investoren in der Wirtschaftsförderung einen kompetenten Ansprechpartner für alle Ihrer Belange haben, der ihren auch bei Umsetzung ihrer Vorhaben helfend zur Seite steht.