Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0109                                                         Ausgegeben 03.11.2016

                                                                                               Eing. Dat. 03.11.2016

 

 

AG Straßenbenennung

hier: Aufnahme auf die Vorschlagsliste zur Straßenbenennung
und alternative Ehrungen

Antrag Stadtverordnetenvorsteher vom 03.11.2016

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen

 

Frieda Rudolph

 

auf die Vorschlagsliste zur Straßenbenennung und alternative Ehrungen aufzunehmen.

 

 

Begründung:

 

Frieda Rudolph (1889 – 1966) hat sich durch ihr lebenslanges ehrenamtliches soziales Engagement große Verdienste erworben.

 

Sie wurde am 15.12.1889 in Mainz geboren und kam 1917 nach Offenbach, wo sie sich zunächst in der Jugendarbeit betätigte.

 

Der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung gehörte Frieda Rudolph von
1923 – 1933 und dann wieder von 1946 – 1960 an. Hier engagierte sie sich von Anfang an in Jugend- und Sozialfragen. Nach 1946 wandte sie sich insbesondere der Frauenarbeit und der Hilfe für die „Alten“ zu.

 

Während der Nazizeit stand sie unter ständiger Beobachtung und geriet nach mehreren Hausdurchsuchungen für einen Monat in Untersuchungshaft. Nach dem Krieg unterhielt sie eine Volksküche sowie eine Wärmehalle für bedürftige und alte Menschen. Nachdem diese Wärmehalle einem Kleinsportplatz weichen musste, konnte dank der Initiative von Frieda Rudolph mit viel ehrenamtlichem Bürgerengagement das - später nach ihr benannte - Rentnertagesheim im Büsing-Park gebaut werden.

 

Nach ihrem Ausscheiden aus der Stadtverordnetenversammlung blieb Frieda Rudolph bis 1963 Vorsitzende des Überparteilichen Frauenverbandes. 1962 verlieh ihr die Stadt Offenbach den Ehrentitel Stadtälteste. Eher inoffiziell wurden ihr Ehrbezeugungen wie „das soziale Gewissen der Stadt“ und „Engel der Alten und Einsamen“ zuteil.

 

 

Die AG Straßenbenennung hat in ihrer Sitzung am 14.06.2016 entschieden, der Stadtverordnetenversammlung vorzuschlagen, Frieda Rudolph in die „Vorschlagsliste zur Straßenbenennung und alternative Ehrungen“ aufzunehmen.