Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0326                                                         Ausgegeben am 23.11.2017

                                                                                               Eing. Dat. 23.11.2017

 

 

 

 

 

Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen im Rathaus Offenbach Bauabschnitt 8b (Breitfuß EG – OG und Kellergeschoss),

hier: Erhöhung der Projektbeschlusssumme

Antrag Magistratsvorlage Nr. 2017-412 (Dez. I, Amt 60) vom 22.11.2017

 

 

Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:

 

1.       Die Projektbeschlüsse der Stadtverordnetenversammlung vom 20.03.2014, 2011-16/DS-I(A)0518/1 sowie vom 24.08.2017, 2016-21/DS-I(A)0259, Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen im Rathaus Offenbach, Bauabschnitt 8b werden wie folgt angepasst:

 

Aufgrund von zusätzlich notwendigen Leistungen sowie bisher nicht angezeigten Massenmehrungen bei den Heizungs-, Sanitär- und Lüftungs­arbeiten werden weitere Mittel in Höhe von 600.000,00 € bereitgestellt. Die Projektsumme erhöht sich damit von 7.660.900,00 € um 600.000,00 € auf 8.260.900,00 €.

Die von dem Architekturbüro Adolf Gerber Baumanagement Gesellschaft mbH in Zusammenarbeit mit dem Büro Projektsteuerung und Baumanage­ment Appenrodt aktualisierte Kostenberechnung wurde vom Revisionsamt geprüft.

 

2.       Die erforderlichen Mittel in Höhe von 600.000,00 € werden bewilligt und werden bei dem Produktkonto 01011300.0951000160 "Rathaus, Sanierung und Brandschutzmaßnahmen (01.01.13)", PN 6031b, Investitionsnummer 0101130900601201 über die Änderungsliste zum Investionsprogramm 2018ff in 2018 bereitgestellt.

 

 

Begründung:

 

Durch Projektbeschluss 2011-16/DS-I(A)0518/1 vom 20.03.2014 hat die Stadtverordnetenversammlung dem Projekt „Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen im Rathaus Offenbach, Bauabschnitt 8b“ mit einem Kostenaufwand von insgesamt 7.450.000,00 € zu Lasten des Produktkontos 01011300.0951000160 "Rathaus, Sanierung und Brandschutzmaßnahmen ", PN 6031b, Investitionsnummer 0101130900601201, zugestimmt. Mit Beschluss 2016-21/DS I (A) 0259 vom 24.08.2017 wurde der Erhöhung der Projektbeschlusssumme um 210.900,00 € auf 7.660.900,00 € zugestimmt.

 

Aufgrund von zusätzlich notwendigen Leistungen sowie bisher von dem beauftragten Fachplaner bzw. den ausführenden Firmen nicht angezeigten Massenmehrungen bei den Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten werden zusätzliche Mittel benötigt, die durch die noch vorhandenen Projektmittel nicht abgedeckt sind.

 

Darstellung der Kostenentwicklung:

 

Metallbauarbeiten

Die Notwendigkeit der Auftragserhöhung ergibt sich aus zusätzlichen Leistungen (u.a. Podeste in den Lüftungszentralen, weitere Brandschutztüren im Kernschacht), welche in dem derzeitigen Auftrag nicht enthalten sind und eine Auftragserhöhung bei der Firma M.B.E. Konstruktionen GmbH erforderlich macht.

Aktueller Auftragsstand (Hauptauftrag inkl. Nachträge): 622.992,32 €
Zusätzlich benötigte Mittel: 26.961,43 €

Neue Auftragssumme: 649.953,75 €

 

Rohbau- und Abbrucharbeiten

In nur für Fachpersonal zugänglichen Bereichen des Kellergeschosses sind noch alte Elektrokabel vorhanden, die in der Zeit der Erstellung mit asbesthaltigen Brandschutzanwendungen belegt wurden. Diese Kabelbündel sind derzeit zur Abdichtung mit einer Folie umwickelt und verklebt. Diese Maßnahme war ursprünglich aus Kostengründen nicht vorgesehen. Jedoch ist es nicht vertretbar, diesen Zustand auf Dauer zu belassen. Diese Elektrokabel sind vollständig zu entfernen. Hierfür ist eine fachgerechte Demontage und Entsorgung unter Beachtung geltender Arbeitsschutzgesetze und technischen Richtlinien für den Umgang mit Gefahrstoffen erforderlich. Hierfür ist es notwendig, den vorhandenen Auftrag der Firma Wekem GmbH zu erhöhen, da die erforderlichen Leistungen den Umfang der bisherigen Beauftragung für die fachgerechte Entsorgung überschreiten.

Aktueller Auftragsstand (Hauptauftrag inkl. Nachträge): 348.770,59 €
Zusätzlich benötigte Mittel: 17.680,28 €

Neue Auftragssumme: 366.450,87 €

 

Heizungs-, Sanitär- und Lüftungsarbeiten

Die Notwendigkeit einer weiteren Auftragserhöhung bei der Firma Bosold GmbH (Heizungs- und Sanitärarbeiten) ergibt sich aus Massenmehrungen, die durch falsche Massenansätze im Auftrag entstanden sind und die erst im Zuge der Prognose für die Schlussrechnung angemeldet wurden. Ebenfalls haben sich innerhalb der bereits an Fa. Bosold GmbH beauftragten Nachträge die Massen erhöht, da hier nicht alle Bauteile berücksichtigt wurden. Auch für diese fehlte bisher der Nachtrag und wurde erst im Zuge der Prognose für die Schlussrechnung seitens der Firma Bosold GmbH angemeldet.

Aktueller Auftragsstand (Hauptauftrag inkl. Nachträge): 982.910,70 €
Zusätzlich benötigte Mittel: 340.781,11 €

Neue Auftragssumme für Heizung/Sanitär: 1.323.691,81 €

 

Bei der Firma Diehl (Lüftungsarbeiten) sind neben Massenmehrungen auf Grund notwendiger Anpassungen an die Bestandssituation ebenfalls falsche Massenansätze im Auftrag für die Notwendigkeit einer weiteren Auftragserhöhung verantwortlich. Auch hier wurden die Mehrmassen erst im Zuge der Prognose für die Schlussrechnung seitens der Firma Diehl GmbH angemeldet.

Aktueller Auftragsstand (Hauptauftrag inkl. Nachträge): 275.088,72 €  

Zusätzlich benötigte Mittel: 83.952,87 €

Neue Auftragssumme für Lüftung: 359.041,59 €

 

 

Weder dem Amt für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, Bereich Hochbaumanagement noch dem Projektsteuerer, Projektsteuerung und Baumanagement Appenrodt – Herrn Appenrodt, wurde die Notwendigkeit einer weiteren Auftragserhöhung rechtzeitig angezeigt. Diese wurde weder durch die Fachbauleitung, Ing.-Büro CSZ GmbH, in den Ausschreibungsunterlagen und der Massenermittlung korrekt dargestellt, noch haben die ausführenden Firmen Bosold GmbH bzw. Diehl GmbH die Massenmehrungen zeitnah erkannt und angemeldet. Bei den entsprechenden Leistungen handelt es sich im Rahmen der durchgeführten Arbeiten um Leistungen, die sowieso hätten aufgewendet werden müssen und somit vom Auftraggeber zu tragen sind. Sämtliche Mehrmassen waren entsprechend notwendig, um das Leistungsbild vollumfänglich und funktionstüchtig zu erfüllen. Damit steht die Stadt nun nicht schlechter, als wenn Massenansätze gleich korrekt angegeben worden wären. Insofern können weder der Planer noch die ausführenden Firmen belangt werden, denn mangels eines Schadens gibt es im Ergebnis keinen Schadensersatzanspruch.

 

Elektroarbeiten

Für das Kellergeschoss ist im bestehenden Auftrag der Firma R + S Solutions GmbH ein bestimmter Massenansatz für Reparaturen von Abschottungen, Ergänzungen von Trassen, Erneuerung von Verteilungen enthalten. Dieser wird überschritten, da das Kellergeschoss in einem weit größeren Umfang als ursprünglich geplant als Verzugsebene für die Trassenführung der Geschosse Erdgeschoss – Obergeschoss genutzt werden muss. Ebenfalls konnten die Massen für die Bereinigung von Altkabeln nur geschätzt werden, da die Zugänglichkeit im Vorfeld nicht zu allen Teilen möglich war. Auch hier gibt es Massenmehrungen. Weiterhin muss die vorhandene Kellerflurinstallation durch die Erneuerung der Brandschutztüren in einem höheren Maß als ursprünglich gedacht angepasst werden. Die abschließende Leistungsfeststellung zum Umfang der Nachtragsbeauftragung wurde durch den Elektrofachplaner Herrn Hofmann, Büro Hofmann & Wehner GmbH, zusammengefasst. Im Hinblick auf die Kostensituation wurde hierbei unterschieden in Maßnahmen, die zeitnah ausgeführt werden müssen und optionale Maßnahmen, die zwar erforderlich sind, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt ausgeführt werden können. Durch die Firma R + S Solutions GmbH wurden diese Leistungen bewertet und in Form von zwei Nachträgen vorgelegt. Aus wirtschaftlichen Gründen (u.a. für die dann erforderliche neuerliche  Erstellung von Planungs- und Kostendaten für einen weiteren Projektbeschluss, Erstellung Ausschreibung) wird von Seiten des Amtes für Stadtplanung, Verkehrs- und Baumanagement, Bereich Hochbaumanagement empfohlen, sämtliche Maßnahmen im Kellergeschoss in einem Schritt ausführen zu lassen.

Aktueller Auftragsstand (Hauptauftrag inkl. Nachträge): 844.912,95 €
Zusätzlich benötigte Mittel für notwendige Leistungen im KG: 55.782,93 €
Zusätzlich benötigte Mittel für optionale Leistungen im KG: 51.532,15 €
Neue Auftragssumme: 952.228,03 €

 

Unvorhergesehenes

Da die Maßnahme zwar weitestgehend abgeschlossen ist, die Arbeiten in den Bereichen Pförtnerloge sowie teilweise im Kellergeschoss jedoch noch anstehen, wurde rein vorsorglich ein Budget für Unvorhergesehenes von ca. 4% eingeplant.

Kostenberechnung: 23.309,23 €

Zur Gesamtabwicklung des Projektes werden zusätzliche Mittel in Höhe von 600.000,00 € benötigt, die vom Revisionsamt geprüft wurden.

 

Die bereits o.g. beschlossenen Gesamtkosten in Höhe von 7.660.900,00 € erhöhen sich somit nunmehr auf 8.260.900,00 €.

 

Im Büro der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder und anschließend im Büro der Stadtverordnetenversammlung liegt eine detaillierte Kostenberechnung zur Einsichtnahme aus.

 

Die Einbringung der Magistratsvorlage *(in den Magistrat) erfolgt auf dem Weg des Nachtrags, da es bis zum regulären Abgabetermin noch Abstimmungsbedarf gab.

 

* redaktionell geändert