Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

2016-21/DS-I(A)0458                                                         Ausgegeben am 02.08.2018

                                                                                               Eing. Dat. 02.08.2018

 

 

Straßenbegleitgrün

Antrag CDU, B´90/Die Grünen, FDP und FW vom 02.08.2018

 

 

Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, welche Möglichkeiten bestehen, auf den klassischen Grünstreifen der Straßen in Offenbach die Grasflächen baldmöglichst durch bienenfreundliche sowie Feinstaub- und Stickoxide fixierende Blühpflanzen zu ergänzen oder zu ersetzen. Insbesondere bei der Neuanlage von Straßenbegleitgrün in Neubaugebieten sollen die Möglichkeiten erhoben werden. Über die Prüfungsergebnisse ist im Ausschuss Umwelt, Planen, Bauen zu berichten. Die Federführung und Abstimmung der fachlichen Inhalte liegt beim Amt für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

 

 

Begründung:

„Die Kommunen müssen Maßnahmen ergreifen, um die Stickstoffdioxid-Belastung in den Innenstädten schnellstmöglich zu reduzieren“, sagt die Präsidentin des Umweltbundesamts, Maria Krautzberger. Stickstoffdioxid kann insbesondere in Kombination mit Feinstaub zu Gesundheitsschäden an Atemwegen sowie Herz- und Kreislaufsystem führen. Bedingt durch ihre verkehrstechnische Lage gehört Offenbach zu den Städten mit erhöhten Stickstoffbelastungen.

Darauf abgestimmte Unterpflanzungen können bis zu 15 % Stickoxide und bis zu 25 % Feinstaub aus der Luft binden. Gleichzeitig kann die Bepflanzung auch als Nahrungsquelle für gefährdete Bienen- und Hummelarten dienen. Da diese ein wichtiges Glied in der Ökologie darstellen, wäre mit einer entsprechenden Bepflanzung nicht nur dem Artenschutz, sondern auch dem Umweltschutz gedient. Einzelne Straßenabschnitte könnten unter Absprache mit den entsprechenden Behörden als Pilotprojekt dienen, um später möglichst durch noch weitere Bepflanzungen im gesamten Stadtgebiet die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger erhöhen zu können. Die Beschränkung auf zweimal im Jahr Mähen geht auf einen Vorschlag des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) zurück. Die erste Mahd ab 01.07. des Jahres soll sicherstellen, dass die Frühlingsblüher ausgesamt haben.

Offenbach würde damit u.a. auch dem Beispiel von Duisburg und Solingen folgen, die inzwischen eine solche Initiative gestartet haben.

Zudem hatten die antragsstellenden Fraktionen am 08.02.18 bereits einen Beschluss erwirkt, dass sich die Stadt Offenbach um das Label „StadtGrün naturnah“ bewirbt. Die oben genannte Maßnahme trägt maßgeblich zu den Bemühungen bei, die mit diesem Label ausgezeichnet werden.