Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0837                                                         Ausgegeben am 16.09.2020

                                                                                               Eing. Dat. 15.09.2020

 

 

 

Kreative und Initiativen sichtbarer machen – Zwischennutzungen fördern, Leerstände minimieren

Antrag CDU, B´90/Die Grünen, FDP und FW vom 14.09.2020

 

 

Der Magistrat wird beauftragt Zwischennutzungen im folgenden Sinn zu ermöglichen:

 

1.    Gewerbliche Leerstände im gesamten Stadtgebiet sollen besser zugänglich gemacht werden für eine Nutzung durch Kreative, Initiativen und Vereine. Dabei ist die Maßnahme „Strategische Zwischennutzungen“ aus dem bereits beschlossenen ISEK Nordend einzubeziehen, die eine Finanzierung aus dem Programm Soziale Stadt (HEGISS) vorsieht.

 

2.    Geeignete – leerstehende und nicht-leerstehende– Schaufenster sind durch Vereinbarungen mit den Eigentümern oder durch vorübergehende Anmietung im Rahmen der vorhandenen Budgets als Ausstellungsfläche zu gewinnen.

 

 

Begründung:

 

Zu 1. Leerstehende Immobilien können durch Zwischennutzungen eine sinnvolle Aufwertung und Nutzung erfahren, von der alle Beteiligten profitieren. Es bedarf jedoch eines koordinierten Vorgehens um mögliche Interessierte – beispielsweise Kreative, Künstler, aber auch Initiativen, Stadtteilgruppen und Vereine – mit Immobilienbesitzern sinnvoll zusammenzubringen. Im Rahmen des Zukunftskonzepts Innenstadt sind Zwischennutzungen angedacht. Zusätzlich gibt es aber auch außerhalb der Innenstadt Leerstände, die für Zwischennutzungen in Betracht kommen und nutzbar wären.

 

Zu 2. Insbesondere Schaufensterflächen eignen sich für die Ausstellung von Bildern und Kunstwerken beispielsweise der Artothek des Kunstvereins oder für andere Vereine, die sich mit bildender Kunst befassen. Denkbar erscheint beispielsweise im KOMM einzelne nicht benötigte Schaufenster mit Kunstobjekten zu bestücken und so auf die Einrichtung aufmerksam zu machen. Gleichzeitig entsteht eine Ausstellung im öffentlichen Raum. Der Rundgang der HfG im Sommer 2020 hat gezeigt, wie kulturelle Interventionen in der Innenstadt möglich sind und gleich mehrere positive Effekte bringen: Künstler*innen erhalten attraktive Ausstellungsflächen, Bürger*innen erhalten niedrigschwelligen Zugang zu Kunst und die Ausstellungsorte profitieren von einem positiven Imageeffekt. Somit werden Kunst und Kultur auch unter Coronabedingungen ermöglicht.

 

Die Antragssteller gehen von keinen bzw. sehr geringen Kosten aus, die durch die bestehenden Budgets gedeckt werden könnten.