Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

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2016-21/DS-I(A)0869                                                         Ausgegeben am 22.10.2020

                                                                                               Eing. Dat. 22.10.2020

 

 

 

 

 

Graffiti am Isenburger Schloß

Antrag CDU, B´90/Die Grünen, FDP und FW vom 10.10.2020

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt, mit dem Land Hessen über eine Fassadenreinigung des Isenburger Schlosses zu verhandeln. Ziel muss sein, das Schloss als Bauwerk denkmalgerecht und nachhaltig von den Graffitis zu befreien und zumindest zeitnah von außen in einen passablen Zustand zu versetzen.

 

Darüber hinaus möge der Magistrat Vorschläge erarbeiten, ob und wie Graffitis im öffentlichen Raum und bei privaten Haushalten künftig schneller beseitigt und wenn möglich verhindert werden können. Vorbild konnte Pforzheim sein, wo ein Anti-Graffiti-Mobil zusammen mit dem örtlichen Handwerk und mit dem Haus des Jugendrechts betrieben wird.

 

 

Begründung:

 

Das im 16. Jahrhundert errichtete Isenburger Schloss in Offenbach gilt als ein äußerst bemerkenswerter Bau aus der Renaissance mit langer und bedeutsamer Geschichte. Nicht nur ist es eines der beeindruckendsten und „reizvollsten“ Renaissanceschlösser nördlich der Alpen, wie es von der Presse gern betitelt wird, es ist auch ein Ort voller Geschichte. So residierten hier große Persönlichkeiten der Geschichte: Künstler wie Leopold Bode oder auch König Gustav II. Adolf von Schweden während des dreißigjährigen Krieges. Die Bedeutung und Historie dieses Schlosses ist für die Region Offenbach als auch für Hessen nicht zu unterschätzen.
Trotz dieser imposanten Historie befindet sich das Schloss in einem untragbaren Zustand! Mit Graffiti beschmierte Wände „zieren“ das Areal seit einiger Zeit.

Dies ist ein für die HfG als auch die Stadt Offenbach unschöner Zustand, der möglichst zeitnah behoben werden sollte.

Schmierereien tragen zu einem Eindruck von Verschmutzung und Verwahrlosung der Stadt insgesamt bei. Daher sollte der Magistrat, beispielsweise im Rahmen des Projekts ‚Besser Leben in Offenbach‘, sich dem Thema anzunehmen. Ansatzpunkte und Aktionen gäbe es viele: Zum einen könnte für private Eigentümer ein attraktives Zuschuss- oder Anreizsystem zur Beseitigung von Schmierereien geschaffen werden.  Zum anderen könnte die Anschaffung eines Anti-Graffiti-Mobils, wie in der Stadt Pforzheim, ein weiterer Baustein für einen saubereren Gesamteindruck der Stadt sein. Schließlich sollte auch die EVO bei den gemeinsamen Anstrengungen mit einbezogen werden und angeregt werden, alle 3-4 Jahre ihre Stromkästen zu säubern oder von Künstlern gestalten zu lassen.