Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 17.01.2008

                                                                                               Eing. Dat. 17.01.2008

 

Nr. 280

 

 

 

 

Komplette Darstellung Offenbacher Familienberatungsangebote
Antrag CDU vom 17.01.2008, DS I (A) 280



Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, die unterschiedlichen Angebote für Familienberatung und Familienhilfe aller Offenbacher Sozialeinrichtungen in geeigneter Form darzustellen und den Familien über Kindergärten, Schulen, städtische Ämter und ärztliche Einrichtungen zugänglich zu machen.


Begründung:

 

Mit dem Hessischen Kindergesundheitsschutzgesetz werden Eltern in unserem Bundesland seit dem 1.1.2008 verpflichtet, Früherkennungsuntersuchungen (U1 – U9) bei ihren Kindern durch Kinderärzte vornehmen zu lassen. Dies ist eine wichtige Maßnahme zur Verhinderung von Verwahrlosung und Vernachlässigung von Neugeborenen und Kleinkindern in Hessen. Den staatlichen Einrichtungen wird es durch die obligatorischen Früherkennungsuntersuchun­gen erleichtert, Kinder vor Missbrauch und Misshandlungen zu schützen.

 

Diese Maßnahme ist jedoch nur ein Teil der Prävention. Wachsame Nachbarn, Freunde und Familienangehörige sind ebenfalls aufgerufen, bei Verdachtsfällen von drohender Vernachlässigung und Kindesmisshandlung die Behörden zu verständigen.

 

Diese betroffenen Eltern spüren schon frühzeitig ihre eigene Überforderung in der Kindererziehung, nehmen aber aus Unkenntnis über bestehende Hilfsangebote die umfangreichen Angebote für Familienberatung und Familienhilfe nicht in Anspruch.

 

Viele Offenbacher Sozialeinrichtungen und das Jugendamt weisen mit Broschüren auf ihre eigenen Hilfsangebote hin, die zum Beispiel in ihren Büros, in den Jugendzentren oder im Foyer des Rathauses erhältlich sind. Trotzdem erreichen sie nur selten ihre Zielgruppe. Selbst Offenbacher Kinderärzte beklagen den schlechten Informationsfluss und die fehlende Vernetzung von bestehenden Hilfsangeboten für Offenbacher Familien.

 

Der Magistrat wird daher beauftragt, sämtliche Hilfs- und Beratungsangebote für Familien der unterschiedlichsten Träger in Offenbach zusammenzustellen und in einer Broschüre mit hoher Auflage darzustellen und entsprechend zugänglich zu machen.