Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                              Ausgegeben am 18.06.2009
                                                                                              Eing. Dat. 18.06.2009

Nr. 449


Industriebahntrasse Ausbau des Geh- und Radweges zwischen
Bieberer Straße und Schubertstraße
hier: Projektbeschluss
Antrag Magistratsvorlage Nr. 204/09 (Dez. I, Amt 60) vom 17.06.2009, DS I (A) 449


Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:

1. Dem Ausbau des Geh- und Radweges der Industriebahntrasse, zwischen Bieberer
    Straße und Schubertstraße nach der vom Ingenieurbüro Jungkunst, 63776
    Mömbris, erstellten und vom Revisionsamt geprüften detaillierten
    Kostenberechnung, abschließend  mit 400.000,00 € einschließlich
    Planungskosten, wird zugestimmt.

2. Die erforderlichen Mittel werden bewilligt und bei dem Untersachkonto
    63000.96400 „Ausbau Geh- und Radweg Industriebahntrasse“ / 36000 (12.01.01)
    SK 09520000, Projekt 601120000000 Produkt 12.01.01 wie folgt bereitgestellt:

    Haushaltsplan 2009:                           150.000,00 €
    Nachtragshaushalt 2009:                   120.000,00 €
    Haushaltsplan 2010:                           130.000,00 €
    Gesamt:                                                400.000,00 €

    Zum Zwecke der Beauftragung von Ingenieur- und Bauleistungen ist im Haus-
    haltsplan 2009 eine Verpflichtungsermächtigung i.H.v. 130.000,00 € vorgesehen.

3. Die Finanzierung ist wie folgt vorgesehen:

    Landeszuschüsse
    nach GVFG/FAG:                                290.500,00 €
    Kreditmarktmittel:                                109.500,00 €
    Gesamt:                                                400.000,00 €

4. Mit der Maßnahme darf erst begonnen werden, wenn der Bewilligungsbescheid
    des Landes Hessen zur Zuschussgewährung und der Beschluss für den
    Nachtragshaushalt 2009 vorliegt.

5. Die Unterhaltungskosten (ESO) bleiben unverändert.

6. Die jährlich anfallenden und vom Revisionsamt geprüften Folgekosten
    (Kapitalkosten) betragen 6.493,35 €.

Begründung:

 

Auf der ehemaligen Industriebahntrasse wurde 1999 der Geh- und Radweg zwischen Bieberer Straße und Schubertstraße ausgebaut.

 

Somit besteht eine fast 4 km lange durchgehende Fuß- und Radwegverbindung im Offenbacher Süden zwischen Bieberer Straße und Sprendlinger Landstraße. Diese Trasse führt entlang von Wohngebieten, Schulen, Kitas, Spielplätzen, Einkaufscenter und dem Ketteler Krankenhaus.

 

Der bestehende Geh- und Radweg wurde in einer Breite von 3.00 m mit einer wassergebundenen Decke hergestellt.

 

Nachteil dieser Bauweise ist das Problem beim Frost-Tau-Wechsel: wenn bei gefrorenem Untergrund die Oberfläche auftaut, entsteht trotz ausreichendem Quergefälle eine weiche, schlammige Schicht auf der Oberfläche.

 

Die Industriebahntrasse wird in Teilen sehr intensiv durch Radfahrer genutzt, wodurch es immer wieder zu starker Fahrspurrillenbildung kommt. Bei nasser Witterung führt dies zu großflächigen Pfützenbildungen.

 

Zur Beseitigung des immer wieder auftretenden Mangels wurde die Oberfläche mehrfach nachbehandelt. Bedingt durch die harte und geschlossene Oberfläche der

Decke ist eine Verzahnung des neu aufgebrachten Materials mit der Deckschicht aber nur eingeschränkt möglich. Die Rutschgefahr, ähnlich wie bei „Rollsplitt“, stellt eine nicht unerhebliche Gefahr für den Radverkehr dar. Um auf dem sehr befahrenen Rad- und Gehweg die Mängel nun endgültig zu beheben und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, soll daher eine Befestigung der Trasse mit einer Asphalttragdeckschicht erfolgen. Zur optischen Aufwertung der Oberfläche soll eine Abstreuung mit aufgeklebtem Edelsplitt (siehe Daimlerstraße und im Grünring Bereich Buchhügel) erfolgen.

 

Bei dieser Bauweise entsteht eine nicht wasserdurchlässige, versiegelte Oberfläche. Das anfallende Regenwasser wird komplett in die Seitengräben abgeführt. Auf die Tragdeckschicht aus Asphaltbeton wird Edelsplitt der Körnung 2/5 mm aufgeklebt. Optisch entsteht so der Eindruck einer natürlichen, wassergebundenen Splittdecke.

 

Über die Maßnahme wurde vom Ingenieurbüro Jungkunst, Mömbris, eine detaillierte Kostenberechnung erstellt, die vom Revisionsamt geprüft, mit 400.000,00 € abschließt.

 

Mit der Durchführung der erforderlichen Arbeiten soll sofort nach Bereitstellung
der Haushaltsmittel sowie dem Eingang des Bewilligungsbescheides des Landes Hessen begonnen werden. Die Bezuschussung ist für das Jahr 2009 vom Fördergeber in Aussicht gestellt.

 

Die vom Revisionsamt geprüfte Folgekostenberechnung beträgt 6.493,35 € (übliche Darlehenszinsen und -tilgungen).

 

Im Büro der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder und anschließend im Büro der Stadtverordnetenversammlung liegen die Planungsunterlagen sowie eine detaillierte Kostenberechnung sowie die Folgekostenberechnung zur Einsichtnahme aus.