Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 18.06.2009

                                                                                               Eing. Dat. 18.06.2009

 

Nr. 456

 

 

 

 

Regionale Stärkung der Energieversorgung Offenbach AG
Antrag CDU vom 18.06.2009, DS I (A) 456


Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

1. Die Stadt Offenbach spricht sich für den Erhalt und Ausbau der Regionalität der
    Energieversorgung Offenbach AG aus.

2. Die Stadt Offenbach lehnt jede Handlung, die zu einer Verlagerung von Aufgaben
    oder Personal und damit zu einer Schwächung des Standorts Offenbach und der
    EVO AG führt, ab.

3. Der Magistrat als verantwortliches Gesellschafterorgan wird aufgefordert, in
    Gesprächen mit dem Mehrheitsgesellschafter MVV Energie AG dafür Sorge zu
    tragen, dass die Interessen der Stadt Offenbach entsprechend dauerhaft gewahrt
    bleiben.


Begründung:

 

Angesichts der aktuellen Diskussion um die zukünftige strategische Ausrichtung des EVO-Mehrheitsgesellschafters MVV Energie AG (Projekt „MVV 2020“) ist es seitens des Anteilseigners Stadt Offenbach wichtig, klar und unmissverständlich Position zu beziehen.

 

Derzeit überprüft eine von der neuen MVV-Konzernleitung beauftragte Unternehmensberatung den MVV-Konzern mit seinen Strukturen, Geschäftsfeldern und Organisation. In die Prüfung sind auch die Beteiligungen der MVV AG, wie die EVO AG mit ihren Geschäftsfeldern und Aufgaben, die für den MVV-Verbund wahrgenommen werden, einbezogen. Ziel des Prüfauftrags ist das Aufzeigen möglicher Vorteile für die MVV AG. Eine damit verbundene verbesserte Wirtschaftlichkeit der MVV AG steht im Vordergrund.

 

Um die Interessen der Stadt Offenbach zu wahren, ist es deshalb nach Überzeugung der Antrag stellenden Fraktion notwendig, rechtzeitig deutlich zu machen, dass das Projektergebnis nicht zu Lasten des Standorts Offenbach und der Stadt Offenbach gehen darf. Dies hätte nicht nur für die EVO AG erhebliche Auswirkungen, sondern würde auch die SOH GmbH und ihre Beteiligungen nachhaltig betreffen.

 

Durch die in den vergangenen Jahren gemeinsam von MVV und Stadt Offenbach getragene Umstrukturierung der EVO AG ist das Unternehmen im MVV-Verbund bestens aufgestellt und arbeitet überaus wirtschaftlich. Damit diese Position mittel- und langfristig ausgebaut werden kann, ist es unabdingbar, die EVO AG als starkes regionales Unternehmen zu erhalten und zu stärken. Dies muss das Bestreben aller Gesellschafter über das Jahr 2010 und darüber hinaus sein.

 

Sollte sich diese Strategie nicht realisieren lassen, hält es die Antrag stellende Fraktion für geboten, alternative Lösungen für die Stadt Offenbach zu entwickeln.