Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                                    Ausgegeben am 06.02.2003

                                                                                                        Eing. Dat. 06.02.2003

 

Nr. 464

 

Dez.:III (Sozialamt)

 


Kommunaler Altenplan der Stadt Offenbach
„Älterwerden in Offenbach: Aktiv - Lebenswert - Solidarisch"
Antrag Magistratsvorlage Nr. 035/03 vom 05.02.2003, DS I (A) 464

Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:

1. Der als Anlage beigefügte Altenplan sowie die beiliegende Prioritätenliste
    werden beschlossen.
2. Die aus der Prioritätenliste entnommenen und gesondert aufgeführten kosten-
    relevanten Sofortmaßnahmen werden noch im laufenden Haushaltsjahr umge-
    setzt. Die Gesamtkosten in Höhe von 18.900,00 Euro werden aus der Haus­
    haltsstelle 41470.73710 - Altenhilfe nach § 75 BSHG - finanziert.
3. Perspektivisch werden die sonstigen empfohlenen Maßnahmen der Prioritätenliste
    unter Berücksichtigung der jeweiligen Haushaltslage umgesetzt.


Begründung:


Am 24.02.2000 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Offenbach nachfolgenden Beschluß I (A) Nr. 668: Erstellung eines kommunalen Altenhilfeplanes zur Erarbeitung und Vorlage eines kommunalen Altenplanes gefaßt (s. erste Anlage des Altenplanes).

Intention des Altenplanes ist es, sich von der traditionellen primär defizitorientierten Altenhilfe und -arbeit abzuwenden und verstärkt einen präventiven Ansatz zu verfolgen.

Dem im Beschluß formulierten Anspruch einer ganzheitlichen Betrachtung sowie eine bedarfsgerechte Altenhilfestruktur zu entwickeln, um die Mobilität und Selbstständigkeit der älteren Menschen zu erhalten, wurde sowohl durch die Bildung von fünf Arbeitsgruppen zu allen relevanten Lebensbereichen als auch in Form von drei umfassenden Bestandsaufnahmen nachgekommen. In diesem Rahmen wurden die verschiedensten Konzepte und Vorschläge zur Verbesserung der Lebenssituation von Älteren erarbeitet.

Das im Antrag geforderte Beteiligungsverfahren wurde durch die Mitwirkung von insgesamt 56 Personen in den Arbeitsgruppen und der Steuerungsgruppe, die sich aus der Bürgerschaft, aus Fachleuten der Seniorenarbeit sowie der Freien Träger zusammensetzten, umgesetzt.

Zusätzlich wurde eine repräsentative telefonische Befragung von Bürger/innen im Alter von 55-70 Jahren zu ihren soziokulturellen Interessen und ihrem Nutzungsverhalten durchgeführt.

Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens mit Handlungsempfehlungen einschließlich der vorgelegten Prioritätenliste sind in den beiliegenden Anlagen zusammengestellt worden. Die Prioritätenliste ist unterteilt nach kostenrelevanten Sofortmaßnahmen, kostenneutralen und kostenrelevanten kurzfristigen und mittelfristigen Maßnahmen.

 

Anlage:                                     Verteiler:

Altenplan                                   14 x HFB

Prioritätenliste                           14 x Soz.

                                                  7 X Fraktionen