Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 16.08.2006

                                                                                               Eing. Dat. 14.08.2006

 

Nr. 49

 

 

 

Versetzung des Denkmals von Philipp Mainländer
Antrag DIE LINKE. vom 09.08.2006, DS I (A) 49


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Denkmal des Offenbacher Philosophen und Literaten Philipp Mainländer (geb. Batz) sollte aus der ungünstigen und unrühmlichen Lage im Stadtpark am Dreicheichring an eine öffentlichere Stelle platziert  werden.
Der Büsingpark wäre der würdige Ort für sein Denkmal.


Begründung:

 

Philip Batz wird am 5. Oktober 1841 in Offenbach am Main als jüngstes von fünf Geschwistern geboren.

 

Er dokumentierte durch das Pseudonym Mainländer  selbst seine Zugehörigkeit zu seinem Geburts- und Sterbeort Offenbach.

 

Er lebte überwiegend hier und verfasste alle wichtigen Werke in seiner Vaterstadt. Allein schon aus diesem Grund ist eine Würdigung durch die Stadt nahe liegend, zumal in der Vergangenheit  die Offenbacher Bürgerschaft durch die Namensgebung einer Straße und die Errichtung des Denkmals im Stadtpark Dreicheichring ihren großen Sohn ehrte.

 

Philipp Mainländers Bedeutung macht selbstredend nicht an der Stadtgrenze halt. Sein Denken und seine veröffentlichten Werke machen ihn zu einem wichtigen Philosophen der neueren Philosophie- und Geistesgeschichte.

 

Dem über ein Jahrhundert eher unbekannten „Philosophen der Erlösung“ ist ein internationales philosophisches Forschungsteam und eine in Offenbach ansässige „Internationale Mainländer Gesellschaft e.V.“ (28.11.2005) gewidmet, die eine kulturelle Vernetzung zwischen deutschen, schweizerischen, italienischen und japanischen Universitäten unterhält und pflegt.

 

Immer mehr Interessenten an dem Schüler von Arthur Schopenhauer finden den Weg nach Offenbach um sich über seine Literatur und Philosophie zu informieren.


Angeregt durch sein Studium der Werke Spinozas, Kants, Schopenhauers und anderer Philosophen und Literaten entwickelte er eine eigene Weltanschauung, die sich dann in seiner „Philosophie der Erlösung“ ausdrückte.