Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                 Ausgegeben am 07.05.2003

                                                                                              Eing. Dat. 07.05.2003

 

Nr. 495


Stadtteilentwicklung Lauterborn
Antrag CDU vom 07.05.2003, DS I (A) 495

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Hessischen Landesregierung zu prüfen und zu berichten, ob die Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt (HEGISS) auch für den Offenbacher Stadtteil Lauterborn Anwendung finden kann, sowie, mit welchen Kosten dies verbunden ist.


Begründung:

 

Nach Meinung der antragstellenden Fraktion sollte der Stadtteil Lauterborn im Süden Offenbachs mehr Beachtung finden und nicht nur als Mauerblümchen betrachtet werden.

 

Nach den Fehlern und Bausünden der Vergangenheit Anfang der 60-er Jahre sind jetzt Ideen und ein intensives Stadtteil-Management erforderlich.

Die CDU-Fraktion erinnert an die Hessische Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt (HEGISS), aus welcher bereits erhebliche Fördermittel für die Aufwertung der östlichen Innenstadt abgezweigt werden konnten.

Den Stadtteil Lauterborn anbetreffend kann hierbei bei den öffentlich mehrfach angesprochenen Problemen auf die städtebaulichen Mängel, Missstände, baulichen Erneuerungsbedarf, drohende Mängel bei der infrastrukturellen Ausstattung, den erhöhten Handlungsbedarf im sozialen Bereich, und nicht zuletzt auf die Probleme mit der Sicherheit im öffentlichen Raum hingewiesen werden.

 

Zwar hat man bei der Errichtung des Stadtteils Lauterborn Anfang der 60-er Jahre gehofft, ein gedeihliches Miteinander von Eigenheimbewohnern und Mietern im sozialen Wohnungsbau zu schaffen und ein ausgewogenes Zusammenleben zu erreichen.

 

Trotz umfangreichem attraktiven Wohnungsbau noch in den 80-er und 90-er Jahren und viele Verschönerungen im öffentlichen Bereich, wie etwa die Verkehrsberuhigung und die Bepflanzung der Richard-Wagner-Straße, konnte dieses Ziel aber langfristig nicht durchgesetzt werden.

 

Die antragstellende Fraktion fordert daher den Magistrat und die weiteren zuständigen Stellen auf, die Problemlagen von Lauterborn als Teil der städtischen Gesamtentwicklung zu erfassen, zu bearbeiten und auszuwerten.

Zunächst sollte hier unter Schaffung ein Stadtteil-Managements ein Entwicklungskonzept erarbeitet werden; zum Stadtteil-Management sollen alle im Gebiet vertretenen politischen und privaten Personen und Institutionen eingebunden und aktiviert werden. Gleichfalls müssten in diesem Stadtteil-Management soziale, städtebauliche, ökologische und ökonomische Kompetenzen zusammengeführt werden.

 

Seit Jahren findet die HEGISS-Initiative im Bereich der östlichen Innenstadt Anwendung. Erhebliche Zuschüsse durch das Land Hessen sind bereits geflossen.

 

Die antragstellende Fraktion meint daher, dass für Lauterborn ähnliche Vorbereitungsarbeiten zur Beantragung von Zuschüssen in Angriff genommen werden müssen, um ein Abgleiten dieses Stadtteils zu verhindern.