Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                          Ausgegeben am 26.05.2003

                                                                                                          Eing. Dat. 15.05.2003

 

Nr. 505

 

 


Sicherung und Wiederherstellung des Monopteros im Büsing- Park; Umgebungsgestaltung
Antrag CDU vom 15.05.2003, DS I (A) 505

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt,

1. der Monopteros (Tempel) im Büsing-Park ist in seiner Substanz zu sichern und
    unverzüglich zu sanieren;

2.
es müssen ebenso unverzüglich Sicherungsmaßnahmen im Gewölbebereich
    durchgeführt werden;

3. die umliegende Bepflanzung ist soweit möglich zu entfernen und der Monopteros
    dadurch wieder sichtbar zu machen;

4. ebenso ist die in Sichtachse zum Büsing-Palais auf Seite der Kaiserstraße
    eingelassene Steinbank mit der Umgebung wieder herzustellen.


Begründung:

 

Der Büsing-Park ist der größte und wichtigste Park im Bereich der Innenstadt. Angefangen mit dem Wiederaufbau des Büsing-Palais, dem Arabella-Hotel und anderen Projekten an der Berliner Straße ist der Park nunmehr der Grüne Mittelpunkt einer neuen Stadtgestaltung. Auch für Besucher der Messe und des Arabella-Hotels könnte der Park ein willkommener Aufenthaltsort und kurze Wegverbindung zur Messe sein. Aber auch der Offenbacher Bürger kann dort, in Sichtweite alter und neuer Bausubstanz, eine Anhang vom „ alten Offenbach“ aufnehmen, dass auch viele schöne Seiten hatte, die durch Krieg und Nachkriegszerstörungen leider oft unwiederbringlich verloren sind.

Leider stellt sich der Büsing-Park nicht so dar, wie es dem Ort angemessen wäre. Der besonders auffallende Monopteros, der aufgrund seiner Dachgestaltung so einmalig in Offenbach ist und allenfalls im Rumpenheimer Schlosspark sein Pendant findet, ist dem Verfall preisgegeben. Er reiht sich damit in die Reihe der Baudenkmäler ein, der in Offenbach keinerlei Bedeutung beigemessen werden. Die innere Kuppelkonstruktion löst sich auf. Auch Säulen und Sandsteinfundament sind in keinem guten Zustand. Optisch ist dies ein trauriges Bild.

 

Außerdem stellt der Zustand des Fundamentes eine Gefahr für dort spielende Kinder dar, da dort teilweise der Zugang zu einem Gewölbe oder ähnlichem freigelegt worden ist, durch das kleine Kinder hineinkommen oder Spaziergänger stürzen können.

 

Außerdem ist der Monopteros im Parkbild fast nicht mehr sichtbar, da fast ganz von Eibengewächsen umwuchert ist, die zudem den Parkweg unnötig verdunkeln und so kein Sicherheitsgefühl aufkommen lassen. Diese Gewächse sind zu entfernen, die Fläche ist neu zu gestalten und der Tempel damit wieder sichtbar zu machen.

 

Gleiches gilt für die auf der Seite Kaiserstraße innerhalb des Parks befindliche Steinbank, die in ein prächtiges, den Park hier begrenzendes Mauerensemble eingebettet ist. Ursprünglich bestand hier eine Sichtachse zum Büsing-Palais, die nunmehr auch von Eibengewächsen zugewachsen ist.  Auch hier verhindert die Gestaltung und Vernachlässigung, dass eine weitere kleine Perle ersichtlich wird.

 

Der Zustand des Parks ist kein Aushängeschild für Offenbach. Da hier auch viele Offenbach Besucher den Park als Weg nutzen, wäre es auch für das Offenbacher Image besser, hier endlich zu handeln.

 

Da hier kein Investor für eine Nutzung gefunden werden kann, sollte hier die Idee aufgegriffen werden, ob nicht Offenbacher Firmen aus Bürgersinn auf freiwilliger Basis aktiv werden können.