Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                              Ausgegeben am 18.07.2003

                                                                                                         Eing. Dat. 18.07.2003

 

Nr. 529

 

 

Konzeption Tambourgelände
Antrag CDU vom 18.07.2003, DS I (A) 529

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, eine Nutzungskonzeption für das Tambourbadgelände unter folgender Prämisse zu erarbeiten:

1. Der SG Wiking Fußballabteilung wird eine rechtlich verbindliche Nutzung der
    vorhandenen Räumlichkeiten zugesichert und

2. zur Vermeidung von Unfallgefahren die vorhandenen Schwimmbecken verfüllt und
    die hierbei gewonnene Oberfläche als Sport- und Trainingsmöglichkeit für
    Fußballvereine hergerichtet.


Begründung:

Nach der vergeblichen Bewerbung der Stadt Frankfurt und der Rhein-Main-Region für Olympia 2012 wird das Tambourbadgelände in Offenbach für eine mögliche Olympia-Nutzung nicht mehr benötigt. Das bisherige Verhalten des Magistrates, eine endgültige Nutzungsregelung für das Tambourbadgelände zu vermeiden und sich alle Optionen für die Zukunft offen zu halten, ist nun nicht mehr notwendig.

Das Tambourbadgelände wird seit 10 Jahren nicht mehr als Schwimmbad genutzt. Die Fußballabteilung der SG Wiking nutzt mit Duldung der Stadt die ehemaligen Umkleidekabinen des Schwimmbades und hat diese provisorisch hergerichtet. Dieses Provisorium kann aber nicht länger beibehalten werden. Der Verein braucht Rechtssicherheit für die Zukunft und auch die Möglichkeit, die vorhandenen Räumlichkeiten in einen wesentlich besseren Zustand zu versetzen. Die wertvolle Jugendarbeit kann durch eine vertragliche Überlassung der Umkleideräume an die SG Wiking wesentlich gefördert werden.

Die leeren Schwimmbecken des ehemaligen Schwimmbades stellen eine erhebliche Gefahr für die Nutzer dieses Grundstücks dar. Das Angebot des THW Offenbach, die vorhandenen Schwimmbecken einzureißen und zu verfüllen, wurde in der Vergangenheit nicht angenommen. Die antragstellende Fraktion unternimmt nunmehr nach der Olympia-Absage einen erneuten Vorstoß in diese Richtung mit dem Ziel, die Unfallgefahr auf dem Tambourgelände zu reduzieren und durch die verfüllten Schwimmbecken zusätzliche Sport- und Trainingsmöglichkeiten für Offenbacher Fußballvereine zu erreichen.