Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 21.01.2010

                                                                                               Eing. Dat. 21.01.2010

 

Nr. 549

 

 

 

 

Friedrich-Ebert-Schule, Sanierung Turnhalle und Dachsanierung Gebäude 2,
Am Wiesengrund 43 in 63075 Offenbach
hier: Projekt- und Vergabebeschluss

Antrag Magistratsvorlage Nr. 016/10 (Dez. I, Amt 60) vom 20.01.2010, DS I (A) 549


Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:

1. Der Sanierung Turnhalle und Dachsanierung Gebäude 2 der Friedrich-Ebert-
    Schule, Am Wiesengrund 43 in 63075 Offenbach, nach der von der EEG in
    Zusammenarbeit mit Dritten
erstellten und vom Revisionsamt geprüften
    detaillierten Kostenberechnung, abschließend mit 1.800.000,00 €  einschließlich
    Planungskosten, wird zugestimmt.

2. Die erforderlichen Mittel werden bewilligt und bei dem USK
60010.50000
    „Gebäudesanierung, -unterhaltung und –reparatur (01.01.08)“ SK 61610001,
    Produkt 01.01.08, PN V 8006 vorbehaltlich der Resteübertragung wie folgt bereit
    gestellt:

    Haushaltsmittel 2009 u. früher:        1.200.000,00 €
    Haushaltsmittel 2010:                            600.000,00 €
    Gesamt:                                           1.800.000,00 €

3. Die Abwicklung der Maßnahme wird der EEG ab Leistungsstufe III gemäß
    Rahmenvertrag treuhänderisch übertragen.


Begründung:

Durch Grundsatzbeschluss vom 22.03.2007 DS I (A) 131 hat die Stadtverordneten-versammlung dem Projekt „Grundsanierung, Modernisierung sowie Erweiterungen und Neubauten an Offenbacher Schulen für einen zeitgemäßen, ganztägigen Betrieb unter Berücksichtigung ökologischer Standards“ mit einem Kostenaufwand von rund 250 Millionen Euro auf Basis des 10-Jahres-Programms zugestimmt. Die Gesamtsanierung der Friedrich-Ebert-Schule ist für 2013ff vorgesehen.

 

Im Vorgriff auf die Gesamtsanierung sollen nun dringend notwendige Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten an dem Objekt durchgeführt werden.

 

Gebäude- und Schulhistorie, geplante Maßnahmen

Das Hauptgebäude der Friedrich-Ebert-Schule wurde in mehreren Bauabschnitten 1952 und 1957/58 errichtet. 1972/73 erfolgte die Einrichtung der Außenstelle Lohwald“ und 1973 der Neubau des Pavillons für Früheinschulungskinder. In den Jahren 1982/83 wurde der Pavillon umgebaut.

 

Die Friedrich-Ebert-Schule wird heute als Grundschule mit den Klassen eins bis vier, sowie mit mehreren Gruppen zur Früheinschulung für Kinder ab fünf Jahren genutzt.

 

Die Friedrich-Ebert-Schule wird als intaktes Ensemble der 1950er-Jahre nach dem gelungenen Entwurf des Offenbacher Stadtbaurates Bayer als besonders erhaltenswert eingestuft. Die Gebäude unterliegen dabei nicht dem Denkmal- u. Ensembleschutz. Im Foyer der Sporthalle befindet sich ein Wandbild des Offenbacher Künstlers Hans Gutgesell. Als bislang einzig nachweisbares Werk Hans Gutgesells im öffentlichen Raum ist dieses Kunstwerk als schützenswert einzustufen. An der Ostfassade der Sporthalle befindet sich eine, ebenfalls erhaltenswerte, farbige Putzinkrustation.

 

Bauliche Maßnahmen

Es ist beabsichtigt, die Komplettsanierung der Turnhalle und die Sanierung des schadhaften Daches des Bauteils B als einen Teil der Gesamtsanierung der Friedrich-Ebert-Schule vorzuziehen.

 

Turnhalle:

Ost- und Südfassade der Sporthallennebenräume werden nach den Empfehlungen des energetischen Konzeptes außenseitig gedämmt und mineralisch verputzt. Sämtliche Fenster und Verglasungen werden nach den geltenden Vorschriften zu Wärmeschutz und Unfallsicherheit ersetzt. Die Süd-West Fassade der Sporthalle erhält einen  außenliegenden Sonnenschutz. Um den architektonischen Gesamteindruck des Gebäudes nicht zu verändern, wird die Sporthalle innenseitig gedämmt und mit einer ballwurfsicheren Bekleidung aus Holzwerkstoffen versehen. Im unteren Wandbereich wird eine Holzprallwand aufgebracht.

 

Die für die Bauzeit typische und das Erscheinungsbild von außen und innen prägende filigrane Stahl-Glas-Konstruktion der Turnhalle kann mit dem zur Verfügung stehenden Budget leider nicht saniert und energetisch ertüchtigt werden. Sie wird daher durch eine moderne Aluminium-Glas-Konstruktion ersetzt.

 

Die Detailausbildung aller Außenwand- und Dachkonstruktionen der Halle wird von Fachplanern für Bauphysik unterstützt, um Schäden durch Tauwasser zu verhindern, die bei innenseitiger Dämmung entstehen könnten.

 

Ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für Bauphysik wird die Raumakustik optimiert.

 

Der Sportboden wird ersetzt und die Bodenfläche gegen das Erdreich gegen aufsteigende Feuchtigkeit abgedichtet und gedämmt. Nach den Vorgaben des energetischen Konzeptes und der Zonierung nach DIN 18955 werden die Türanlagen zur Sporthalle gegen gedämmte Türen ausgetauscht. Die Wand zwischen Geräteraum und Elektroraum wird mit Rücksicht auf die Fensteranordnung des Bestandes versetzt.  Soweit aus Gründen der Unfallsicherheit erforderlich, werden die Einbausportgeräte erneuert.

 

Umkleiden und sanitäre Anlagen werden umstrukturiert und umfassend saniert. Da nur ein Duschraum vorhanden ist wird dieser geteilt und je eine Hälfte den beiden Umkleideräumen zugeordnet. Zudem wird ein barrierefreies WC eingerichtet.

 

Dachsanierung des Gebäudes B (Klassenriegel):

Das Dach des Bauteils B, in welchem sich Klassenräume befinden, weist so deutliche Schäden auf, dass kurzfristiger Handlungsbedarf besteht. Es wird nach bauphysikalischen Vorgaben und gemäß der EnEV 2009 oberseitig gedämmt und wieder abgedichtet. Das Dach des Hauptgebäudes (Bauteil A) der Schule wurde bereits einer solchen Sanierung unterzogen. Alle übrigen erforderlichen energetischen Maßnahmen an diesen Gebäuden sollen im Rahmen der Gesamtsanierung in den Jahren 2013ff durchgeführt werden.

 

Außenanlagen:

 

Bauliche Maßnahmen

Arbeiten an den Außenanlagen sind ausschließlich in Form von Wiederherstellungsarbeiten in einem Streifen entlang der Turnhallenfassade vorgesehen. Pflanzungen, Gehölze und der umgebende Baumbestand sind von den Sanierungsmaßnahmen nicht betroffen. Soweit erforderlich, erfolgt nach Abschluss der Baumaßnahmen die Wiederherstellung der Oberflächen.

 

Natur- und Artenschutz

Im Rahmen der Planung wurde dem Amt für Umwelt, Energie und Mobilität die Planung vorgestellt und erläutert. Die Stellungnahme des Umweltamtes liegt vor. Die Baustelleneinrichtung ist unter Einhaltung von BaustellV, GUV und UVV auf der Freifläche im Süd-Westen vor der Sporthalle vorgesehen.

 

Baumfällung und Eingriff in Gehölzbestände

werden im Rahmen dieser Maßnahme nicht vorgenommen. Eine Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung ist nicht erforderlich.

 

Altlasten - Boden - Gewässerschutz/Lagerung wassergefährdender Stoffe

Ein Eingriff in den Boden ist bei dieser Maßnahme nicht erforderlich.

 

Die Entsorgung aller Abbruchmaterialen erfolgt nach den aktuellen behördlichen Bestimmungen im Begleitscheinverfahren gegen Vorlage von Entsorgungsnachweisen.

Im Zuge der Grundlagenermittlung zum 10-Jahres-Schulbauprogramm wurde durch den TÜV Süd ein Schadstoffgutachten erstellt und Raumluftuntersuchungen durchgeführt. In der Friedrich-Ebert-Schule wurden Brandschutztüren mit Asbestfüllung sowie belastete Fugenmassen gefunden. Diese Materialien werden fachgerecht entsorgt.

 

Technische Gebäudeausrüstung

 

Gebäudeleittechnik:

Die vorhandene Installationstechnik wird zurückgebaut. Die Regelung der Lüftungsanlage wird über die zentrale Regelung angesteuert. Alle Mess- und Regelpunkte werden auf die Heizungsregelung aufgelegt und sind von zentraler Stelle aus, je nach Bedarf, veränderbar.

 

Heizung:

Die Heizanlage wird an das vorhandene örtliche Verteilnetz angeschlossen. Die Beheizung erfolgt zentral über zwei vorhandene Gaskessel, die sich im Gebäudeteil A  befinden. Die Sporthalle wird von dort über eine Erdwärmeleitung mit Wärme und Wasser versorgt. Durch die Reduzierung der Heizlast auf Grund der geplanten energetischen Sanierung des Daches des Gebäudes B und der Sporthalle ist die Wärmeversorgung gesichert. Bestehende Heizleitungen in der Sporthalle werden ersetzt, in die vorhandenen Unterflurkanäle verlegt und nach den Vorgaben der EnEV gedämmt. Die Sporthalle erhält eine ballwurfsichere Systemdecke mit integrierter Deckenstrahlheizung und Beleuchtung. Im Rahmen der Teilsanierung ist ein Ersatz der Wärmeerzeugungsanlagen nicht geplant.

 

Raumlufttechnische Anlagen:

Die vorhandene einfache Lüftungsanlage mit veralteter Technologie wird demontiert. Da die Sporthalle nicht als Versammlungsstätte genutzt wird, ist grundsätzlich keine mechanische Lüftung erforderlich. Die kontrollierte natürliche Be- und Entlüftung des Hallenraums soll über sensorisch CO² gesteuerte, motorisch angetriebene Lüftungsflügel in den Fenstern erfolgen. Für die Nass- und Umkleideräume ist eine neue Lüftungsanlage vorgesehen. Das Kanalsystem einschließlich Brandschutzklappen, Kanäle und Gitter wird erneuert. In der Lüftungsanlage sind  dem Frischluftkanal Filter  vorgeschaltet.

 

Sanitär:

Die Sanierung umfasst die komplette Neuinstallation der umgestalteten Sanitärräume. Die Installation beinhaltet die Rohrleitungen, Wasser sparende Absperrvorrichtungen und Armaturen sowie Objekte und Hygieneeinrichtungen. Die Warmwassererwärmung erfolgt zentral über einen bivalenten Warmwasserspeicher. Erwärmt wird das Wasser sowohl über das Heizungsnetz als auch über eine Solaranlage. Die Kollektoren werden auf dem Flachdach der Halle installiert.

 

Elektro:

Der notwendige Ersatz der Beleuchtungsanlagen wird nach den Vorgaben des Gesetzes für energiebetriebene Produkte (EBPG) vorgenommen. Für Kabel und Leitungen werden ausschließlich halogenfreie Materialien eingesetzt. Das Kabelnetz der Brandmeldeanlage mit Pausensignalanlage wird nach den gültigen Vorschriften erneuert. Im Zuge des Austausches der Installationsgeräte werden die Umkleidebereiche und Verkehrsflächen zur Energieeinsparung mit Präsenzmelder ausgestattet, welche die automatische Schaltung der Beleuchtung erlauben.

 

Klimaschutz und Energie

 

Energieeffizienzbetrachtung/ Energiestandards

 

-  Turnhalle:

Die Friedrich-Ebert-Schule ist ein Beispiel für gelungene Architektur der 1950er Jahre. Die Gebäude vermitteln einen Eindruck von freundlicher Leichtigkeit und Helligkeit, was der Aufbruchsstimmung der 1950er Jahre entspricht. Erzielt wird diese Wirkung vor allem durch die sehr filigranen Konstruktionen und großen Fensterflächen. Zudem ist auch die Materialauswahl, hier das Sichtmauerwerk prägend. Dieses Gesamtbild ist erhaltenswert, obgleich die Schule nicht unter Denkmalschutz steht. Die Erhaltung dieser Architektur bedeutet daher für die Aufgabe, das Gebäude energetisch zu ertüchtigen, eine Herausforderung.

 

Unter Beachtung der Denkmalwürdigkeit, der vorgegebenen Gebäudegeometrie, konstruktiven Gegebenheiten und begrenzten Bauteilhöhen ist das primäre Ziel die Einhaltung der EnEV 2009.

 

Dies bedingt, dass Teile der Klinkeraußenwand nur innen gedämmt werden können und das Sichtmauerwerk im Bereich des Windfangs ungedämmt bleibt. Die Dämmstärken orientieren sich an den Höchstwerten der Wärmedurchgangskoeffizienten der EnEV 2009 bei Einbau, Ersatz und Neubau von Bauteilen. Der Passivhausstandard konnte nicht angestrebt werden, da dies zu enorm großen Dämmstärken auf der Bauteilaußenseite führen würde. Das Erscheinungsbild des Gebäudes würde erheblich verfremdet. Der Einsatz von Passivhaus-Elementfassaden mit 3-Scheiben-Verglasung für die Turnhallenfassade würde im Rahmen des Gesamtkonzeptes, das auf der Entscheidung für die Erhaltung der 50er Jahre Architektur beruht, zu keiner nennenswerten Einsparung führen. Das Dach der Turnhalle wurde wegen Schäden in der Abdichtungen bereits vor wenigen Jahren oberseitig gedämmt. Eine Dämmung des Fußbodens gegen Erdreich ist aus konstruktiven Gründen, durch die notwendige Erhöhung des Fußbodenaufbaus, nur in der Sporthalle und in den Duschräumen möglich.

An der Fassade wird ein außenliegender Sonnen- und Blendschutz angebracht.

 

Mit den geplanten Maßnahmen werden folgende Werte erreicht:

 

Energiekennwerte:

-        Primärenergiebedarf vor Sanierung         Qp``    972 kWh/m²a (gesamt)

-        Primärenergiebedarf vor Sanierung         Qp``    831 kWh/m²a (nur Heizung)

-        Anforderungswert Neubau                         Qp``    447 kWh/m²a

-        Primärenergiebedarf nach Sanierung      Qp``    499 kWh/m²a (gesamt)

-        Primärenergiebedarf nach Sanierung      Qp``    380 kWh/m²a (nur Heizung)

 

-        Primärenergie                                  Qp`` Überschreitung EnEV 2007 um ca.
10 %

-        Durchschnittlicher U-Wert               HA` Unterschreitung EnEV 2007 um ca.
39 %, d.h. Unterschreitung der EnEV 2009

 

CO2-Einsparung:

-        Emission vor Sanierung                 314,9 kg/m²a,           164.397 kg/a gesamt

-        Emission nach Sanierung              191,9 kg/m²a,           100.179 kg/a gesamt

-        Einsparung                                       123,0 kg/m²a,            64.218 kg/a gesamt

 

Die Ausführung folgender Standards ist vorgesehen:

           

-        neue Fenster, 2-fach-Verglasung, Aluminium, Uw-Wert min. 1,1 W/m²K

-        neue Dachoberlichter, Uw-Wert min. 1,4 W/m²K

-        Außenwanddämmung außen neu, 16 cm, Bemessungswert 0,045 W/mK, U-
Wert < 0,24 W/m²K

-        Außenwanddämmung innen neu, 15 cm, 0,041 W/mK, U-Wert < 0,24 W/m²K

-        Dachdämmung Sporthalle, innen zusätzlich 4 cm, 0,040 W/mK,  U-Wert < 0,2
W/m²K

-        Dämmung Sportboden, 8 cm, 0,035 W/mK und 2 cm, 0,045 W/mK, U-Wert <
0,37 W/m²K

-        Dämmung Fußboden, Duschbereich, 13 cm, 0,042 W/mK, U-Wert < 0,372
W/m²K

-        Dämmung Innenwände, 12 cm, 0,041 W/mK, U-Wert < 0,34 W/m²K

 

Dachdämmung Bauteil B:

Folgende Einzelmaßnahme ist hier vorgesehen:

 

-           Dachdämmung, oberseitig, 20 cm, Wärmeleitfähigkeit 0,041 W/mK,  U-Wert <
            0,2 W/m²K

 

Ökologische Technologien/ Einsatz erneuerbarer Energien

 

- Baustoffe/Nachhaltigkeit:

In Abhängigkeit von den konstruktiven u. bauphysikalischen örtlichen Möglichkeiten und unter Berücksichtigung der Vorgabe zur Erhaltung des architektonischen Gesamteindruckes ist die Verwendung von recyclebaren und nachwachsenden Roh- u. Baustoffen vorgesehen. Für die ballwurfsichere Verkleidung oberhalb der Prallwand und für die Prallwand sind Holzwerkstoffe vorgesehen. Zur Vermeidung der Bildung von Tauwasser soll die innenseitige Dämmung der Fassade aus Schaumglasplatten mit mineralischem Oberputz erfolgen. Je nach bauphysikalischen Erfordernissen erfolgt alternativ die Ausschreibung von Mineralschaumplatten als Fassadendämmung. Zum sparsamen Umgang mit den begrenzten Ressourcen Frischwasser sind Wasser sparende Absperrvorrichtungen u. Armaturen vorgesehen.

 

- Solarthermie/ Photovoltaikanlagen:

Die Dächer wurden auf Ihre Tragfähigkeit hin statisch untersucht und sind für die Aufstellung von Photovoltaikanlagen geeignet. Die betreffenden Flächen werden durch umgebenden Baumbestand nicht beschattet.Im Rahmen des Programms für die Aufstellung von Photovoltaikanlagen sind die Dachfläche der Sporthalle und die Dächer der Klassentrakte, Gebäude A und B, für die Aufstellung von Photovoltaikanlagen vorgesehen.

 

Für die Brauchwassererwärmung ist auf dem Hallendach eine solarthermische Anlage geplant. Die Solarfläche beträgt 11,5 m². Die Montage erfolgt auf einer Unterkonstruktion mit einem Neigungswinkel von ca. 35 ° in südwestlicher Ausrichtung. Über die solarthermische Anlage wird der jährliche Warmwasserbedarf zu 48,8 % abgedeckt, dies entspricht gemäß beigefügter Berechnung einer Energiemenge von 8.766 kWh/a und einer Einsparung von 821 kg/a CO2.

 

- Dachflächen zur Begrünung:

Maßnahmen zur Regenwasserspeicherung und Dachbegrünung sind im Rahmen der Teilsanierung mit Blick auf die geplante Aufstellung von solarthermischen Anlagen zur Warmwasserbereitung und von Photovoltaikanlagen nicht sinnvoll und durch die zusätzliche Auflast statisch nicht realisierbar.

 

- Wärmerückgewinnung:

Für die neue Lüftungsanlage der Nass- und Umkleideräume ist Wärmerückgewinnung über einen Kreuzstromwärmetauscher mit  einem Rückgewinnungsgrad von ca. 80 % vorgesehen.

 

Voraussichtliche Bauzeiten:

2010               - Baubeginn Ende Mai

                        - Fertigstellung Ende Oktober

 

Die Planung wurde zwischen Schulleitung, Stadtschulamt, Amt für Stadtplanung und Baumanagement und EEG abgestimmt. Die Baumaßnahmen werden in enger Abstimmung mit der Schulleitung während des laufenden Schulbetriebs durchgeführt.

 

Mit der Durchführung der erforderlichen Arbeiten soll sofort nach Bereitstellung der Haushaltsmittel begonnen werden.

 

Gemäß Rahmenvertrag vom 21.12.2005 (Magistratsbeschluss Nr. 393/05 vom 19.10.2005 und Stadtverordnetenbeschluss DS I (A) 108 vom 17.11.2005) übernimmt die EEG ab 01.01.2006 treuhänderisch die Auftragsvergabe und Zahlungsabwicklung während der Ausführung der Projekte (Leistungsstufe III) mittels eines ihr zur Verfügung gestellten projektspezifischen Treuhandkontos.

 

Im Büro der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder und anschließend im Büro der Stadtverordnetenversammlung liegen die Planungsunterlagen sowie eine detaillierte Kostenberechnung zur Einsichtnahme aus.