Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                          Ausgegeben am 08.01.2004

                                                                                                          Eing. Dat. 08.01.2004

 

Nr. 619


Alternative zur Bebauung des Buchhügels
Antrag CDU vom 08.01.2004, DS I (A) 619

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, ob anstelle der bisher geplanten Gewerbe-Bebauung des Buchhügels sich die Veräußerung des bisherigen Städtischen „Anzuchtsgartens“ zur Finanzierung der Schulerweiterungsbauten auf dem Buchhügel anbietet.

Insbesondere ist zu prüfen, welche Erlöse aus dem Verkauf und zur Nutzung als Nichtstörendes Gewerbe zu erzielen ist.

Weiter ist zu prüfen, ob und welche Änderungen der Bauplanungsvorgaben vorzunehmen sind.

Begründung:

Die Schulerweiterungsbauten auf dem Buchhügel, sowohl für Theodor-Heuss-Schule als auch für die Käthe-Kollwitz-Schule werden von der antragstellenden Fraktion seit vielen Jahren unterstützt, die Notwendigkeit ist unstreitig.

 

Die CDU-Fraktion hat zur Finanzierung mehrfach vorgeschlagen, Erlöse aus allgemeinen Grund­stücks­verkäufen hierzu zu verwenden, die Mehrheitsfraktionen in der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung verweigerten sich dieser Idee.

Nachdem die Absicht der bestehenden Koalition, den „Nördlichen Buchhügel“ zum Wohngebiet umzuwandeln, scheiterte, stellt nunmehr die Schaffung eines Gewerbegebietes die aktuelle Beschlussfassung der Offenbacher Rathaus-Koalition dar.

 

Diese politischen Vorgaben widersprechen allen bisher zur ursprünglich geplanten Wohnbebauung eingeholten Gutachten, insbesondere zur Klimasituation.

Der Bereich des Buchhügels muss als wichtige Kaltluftschneise für die Offenbacher Innenstadt erhalten bleiben; die zu erwartende Verkehrsmehrbelastung, schon bei dem ursprünglich geplanten Wohngebiet, ist für die umliegenden Bewohner als bedenklich einzustufen.

 

Um der Erweiterung des Schulzentrums auf dem Buchhügel und der Finanzierung trotzdem einen Fortgang zu geben, schlägt die antragstellende Fraktion vor, die Verwend- und Verwertbarkeit des frei gewordenen Städtischen Anzuchtsgartens als Gewerbegebiet zu prüfen.

Auch hier ließen sich, bei entsprechendem Interesse und adäquater Vermarktung, Erlöse aus Grundstücksverkäufen erzielen, die mittel- und langfristig die Erweiterung des Berufsschulzentrums Buchhügel ermöglichen.

 

Damit könnte das Naturschutz-, Biotop-, Kaltluftentstehungs- und Erholungsgebiet Buchhügel unangetastet und erhalten bleiben.