Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                          Ausgegeben am 29.01.2004

                                                                                                          Eing. Dat. 29.01.2004

 

Nr. 627

 



Bundesweite Ausschreibung des Ersten Beigeordneten
Antrag FDP vom 29.01.2004, DS I (A) 627


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die freigewordene Stelle des Ersten Beigeordneten der Stadt Offenbach mit dem besonders anspruchsvollen Aufgabengebiet der Stadtplanung wird nicht nur in vorwiegend regional vertriebenen Medien ausgeschrieben, sondern außerdem

-   in mindestens einer bundesweit vertriebenen Tages- oder Wochenzeitung
-   einer Fachzeitschrift für Stadtplanung
-   einer Fachzeitschrift für Kommunalpolitik

Begründung:

Die bundesweite Ausschreibung in Zeitschriften, die einen angemessenen Kreis potentieller Bewerber erreichen, war früher selbstverständlich und ist erst in jüngster Zeit zugunsten einer regionalen Miniausschreibung aufgegeben worden, die nur den formalen Ansprüchen der Gemeindeordnung gerecht werden soll. Es leuchtet aber nicht ein, dass untergeordnete Stellen oftmals in großem Stile ausgeschrieben werden, anspruchsvolle Führungspositionen aber nicht. Suchen beispielsweise Fraktionen neue Assistenten oder Geschäftsführer, wenden sich auch nicht nur an das regionale Umfeld, sondern annoncieren bundesweit.

 

In viele Aufgabengebiete können sich fleißige und begabte Politiker einarbeiten. Auch Minister wechseln mitunter das Ressort. Doch für die Aufgaben eines Stadtbaurates – und dies sind die Aufgaben, die der Erste Beigeordnete in Offenbach zu übernehmen hat – sollte man das fachliche Handwerkszeug und langjährige Übung mitbringen. Leute von außen bringen der Stadtplanung außerdem oft neue Ideen und Impulse, die wir dringend brauchen können.

 

Neben den Tages- oder Wochenzeitungen sollte auch eine Fachzeitschrift für Stadtplanung und eine kommunalpolitische Fachzeitschrift – beispielsweise die „Demokratische Gemeinde“ – berücksichtigt werden.