Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 18.10.2010

                                                                                               Eing. Dat. 15.10.2010

 

Nr. 634

 

 

 

 

Förderung des Radverkehrs: Ankündigung ohne Realisierung
Antrag DIE LINKE. vom 11.10.2010, DS I (A) 634


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird  aufgefordert, die im Zwischenbericht „Radwegekonzept“ (Magistratsvorlage Nr. 065/06 vom 22.02.2006) angekündigten Maßnahmen für die Verbesserung des Abstellangebotes umgehend durchzuführen.

Begründung:

 

Der Umstieg auf das Fahrrad im innerstädtischen Verkehr zeigt eine signifikant steigende Tendenz. Immer mehr Menschen fahren Rad, um das Klima und ihr Budget zu schonen. Dies ist auch in Offenbach evident. Leider hat dies vor allem im Sommer zu chaotischen Zuständen dort geführt, wo es keine ausreichenden  Abstellmöglichkeiten für Räder gab.

 

Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 17.11.2005 (Änderungsantrag der Koalition) bezog sich u.a. nicht nur auf das mangelhafte Abstellangebot für Fahrräder, sondern auf weitere zentrale Anlaufstellen, auf die Entflechtung der Abstellplätze von Fahr- und Motorrädern  und auf die Aufstellung von Fahrradboxen analog zu den entsprechenden Angeboten. Der Magistrat kündigte nach relativ kurzer Zeit für Mitte 2006 einen entsprechenden Endbericht an.

 

Dem deutlich zunehmenden Interesse an der Nutzung des Fahrrads entsprechen – bis auf sehr wenige Ausnahmen im Verlaufe von 5 Jahren - leider nicht die demzufolge notwendigen  Veränderungen auf den Straßen. Auch ist das Abstellangebot für Fahrräder an den S-Bahnhöfen immer noch ausgesprochen unzureichend. Dafür trägt der Magistrat die Verantwortung. Im Blick auf  andere wichtige und auch sehr  aufwendige Projekte der Kommune, wie Feinstaubreduzierung oder CO²-Verminderung, ergibt sich hier ein Rückstand, dessen Aufarbeitung weitaus geringeren  Kosten- und Arbeitsaufwand im Vergleich zu diesen erfordert.