Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 24.08.2006

                                                                                               Eing. Dat. 24.08.2006

 

Nr. 64

 

 

 

Umsetzung der Maßnahmen des Frauenförderplanes und des Gender Mainstreamings in der Offenbacher Verwaltung
Antrag SPD, B’90/Die Grünen, FDP und DIE LINKE. vom 24.08.2006, DS I (A) 64


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird mit der Umsetzung der in der Stellungnahme zum Frauenförderplanbericht enthaltenen Empfehlungen der Internen Frauenbeauftragten für die Jahre 2006/07 wie folgt beauftragt:

1. Die Dienstvereinbarungen der Stadt Offenbach zur Frauenförderung sind auf der
    Basis lokaler Ziele und Bedarfe weiter zu entwickeln. Insbesondere soll der
    Frauenanteil in Führungspositionen durch Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf
    und Familie für Mütter und Väter erhöht werden. Dazu ist sicherzustellen, dass die
    Teilung von Führungspositionen realisiert wird. Hierzu soll ein Anreizsystem
    entwickelt werden.

2. Im Sinne der Umsetzung des Stadtverordnetenbeschlusses vom 22. August 2002 zur
    Einführung des Gender Mainstreaming sind bei der Einführung des neuen
    kommunalen Rechnungs- und Steuerungssystems (NKRS) bis zum Jahre 2009
    Möglichkeiten zu schaffen, Einnahmen und Ausgaben geschlechterbezogen
    aufzubereiten und darzustellen.


Begründung:

Zu 1) In der Stadtverwaltung beträgt der Frauenanteil in den fünf höchsten Besoldungs- und Vergütungsgruppen nach 18 Jahren Existenz des Frauenförderplanes erst 34,1%. Als Begründung für den langsamen Abbau der weiblichen Unterrepräsentanz in der Führung wird der erhebliche Stellenabbau zur Haushaltssanierung herangezogen. Es gilt nun, im Sinne der Chancengleichheit und der Familienfreundlichkeit die Potentiale insbesondere auch der berufstätigen Mütter durch den beschleunigten Zugang zu Führungspositionen einzusetzen.

Zu 2) Mit Hilfe einer geschlechterdifferenzierten Analyse und Bewertung der Ausgabe- und Einnahmepositionen des kommunalen  Haushalts werden die Wirkungen der Ressourcenverteilung in der Kommune auf die Geschlechterverhältnisse transparent. Darauf aufbauend kann dann die Stadtverordnetenversammlung die Weichenstellung für eine geschlechtergerechtere Verteilung öffentlicher Mittel vornehmen.