Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                               Ausgegeben am 11.11.2010

                                                                                               Eing. Dat. 10.11.2010

 

Nr. 652

 

 

 

 

Deutsch als Pflichtsprache auf dem Schulhof
Antrag REP vom 09.11.2010, DS I (A) 652


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt zu prüfen und zu berichten, inwieweit mit den Leitungen aller Offenbacher Schulen Vereinbarungen zur Einführung von Deutsch als Pflichtsprache auf dem Schulgelände sowie auf Klassenfahrten und Wandertagen, etc. abgeschlossen werden können.


Begründung:

Bereits im Jahr 2004 hat die Berliner Herbert-Hoover-Schule - im Einvernehmen mit einer breiten Mehrheit der Elternschaft - ihre Schülerinnen und Schüler per Hausordnung verpflichtet, dass auch außerhalb des Unterrichtes keine andere Sprache als Deutsch gesprochen werden darf.

                                              

Die seither mit der Regelung gemachten Erfahrungen sind als durchweg positiv zu bezeichnen und werden weitläufig begrüßt. So stieg beispielsweise die Zahl der Neuanmeldungen von Schülern um bis zu 20%. Eltern, Lehrer und Schüler zeigen sich begeistert hinsichtlich der breiten Akzeptanz, die dem Modell entgegengebracht wird.

 

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion und aufgrund der besonderen Situation vieler Offenbacher Schulen, insbesondere der innerstädtischen, wie bspw. der Mathilden- bzw. der Wilhelmschule, an denen der Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler besonders hoch ist, hält es die antragstellende Fraktion für prüfenswert, inwieweit die Regelung auch auf örtliche Schulen angewendet werden könnte.