Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2006 - 2011

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                            Ausgegeben am 03.02.2011

                                                                                               Eing. Dat. 27.01.2011

 

Nr. 681

 

Sanierung Schlauch- u. Übungsturm, Feuer- u. Rettungswache,
Rhönstraße 10, 63071 Offenbach am Main
hier: Grundsatzbeschluss
Antrag Magistratsvorlage Nr. 011/11 (Dez. I, Amt 37) vom 26.01.2011,
DS I (A) 681


Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:

1. Der Sanierung des Schlauch- u. Übungsturmes in der Feuer- u.
    Rettungswache, Rhönstraße 10, 63071 Offenbach am Main, auf der Grundlage
    der vom Planungsbüro Werksaal-Rot Architekten, Offenbach a. M., erstellten
    und vom Revisionsamt geprüften Kostenschätzung in Höhe von 349.213,00 €
    wird zugestimmt.

2. Der Magistrat wird beauftragt, die erforderlichen Planungs- und Kostendaten für
    die Sanierung des Schlauch- u. Übungsturmes in der Feuer- u. Rettungswache,
    Rhönstraße 10, 63071 Offenbach am Main zu erstellen und der
    Stadtverordnetenversammlung die entsprechende Projektvorlage zur
    Beschlussfassung vorzulegen.

3. Die Mittel in Höhe von 349.213,00 € stehen im Haushalt 2010 und früher unter
    dem Sachkonto 61610000, Untersachkonto 13000.67530 „Bauunterhaltung“
    (Produkt 02.03.01) zur Verfügung.


Begründung:

 

Der Schlauch- u. Übungsturm stellt das prägende architektonische Element der Feuer- u. Rettungswache dar und wurde im Jahr 1962 in Stahlbetonbauart errichtet. Seit diesem Zeitpunkt wurden keine bedeutenden bausubstanzerhaltenden Maßnahmen am Schlauchturm durchgeführt.

 

Infolge der witterungsbedingten Einflüsse sowie der allgemeinen Abnutzung durch den Dienstbetrieb sind umfangreiche Schäden an einzelnen Bauteilen und Oberflächen des Schlauch- u. Übungsturmes vorhanden. Neben massiven Betonschädigungen infolge Bewehrungskorrosion an den Stahlbetonoberflächen äußern sich die Schäden vor allem an den Holzbauteilen der Balkon- u. Brüstungselemente, die sehr stark angegriffen und teilweise verfault sind. Darüber hinaus entsprechen die vorhandenen Brüstungshöhen der Balkonanlage sowie der Treppengeländer im Inneren des Schlauch- u. Übungsturmes nicht den Vorgaben der Hessischen Bauordnung.

 

 

Der Schlauch- u. Übungsturm der Feuer- u. Rettungswache wird seit Indienststellung einer modernen Schlauchwaschanlage im Jahre 2000 nicht mehr zum Trocknen gereinigter Schläuche benutzt. Trotzdem erfüllt der Schlauch- u. Übungsturm unterschiedliche Anforderungen im Dienstbetrieb, die auch nach erfolgter Sanierung weiter erhalten werden sollen.

 

So ist der Schlauch- u. Übungsturm zentraler Erschließungsweg zu den Geschossen der Feuer- u. Rettungswache und hat im Kellergeschoss die Funktion einer Schlauchübergabestation und Zugang zur Schlauchwerkstatt. Außerdem dient der Schlauchturm als Übungsobjekt für die Aus- u. Fortbildung der Feuerwehrangehörigen in den Bereichen: tragbare Leitern, Absturzsicherung und Drehleiter.

Auf dem Flachdach des Schlauch- u. Übungsturmes ist die Funkantennanlage der Leitfunkstelle Offenbach installiert.

 

Im Zuge der geplanten Sanierung ist es beabsichtigt, die geschädigten Betonoberflächen instandzusetzen und die vorhandenen Sichtbetonoberflächen wiederherzustellen. Die vorhandene Turmaufweitung an der Spitze des Schlauch- u. Übungsturmes stellt das bildgebende Merkmal  der Feuer- und Rettungswache dar und wird ebenfalls saniert. Die Balkonanlage sowie die Fenster und Türen an den Balkonen werden ausgetauscht und die Flachdachabdichtung erneuert. Im Innern des Schlauch- u. Übungsturmes ist die Sanierung der Oberflächen (Treppen und Wände) geplant.

 

Zum Zwecke der Aus- u. Fortbildung ist es geplant, zusätzliche Modifikationen im Inneren des Schlauch- u. Übungsturmes  zu realisieren.

Im Bereich des ehemaligen Schlauchaufzugsschachtes soll ein Klettergerüst zum Zweck der jährlich pflichtigen Aus- u. Fortbildung im Bereich der Absturzsicherung installiert werden.

 

Außerdem soll eine „Brandwohnung“ zur Durchführung von Brandangriffsübungen und einsatztaktischen Schulungen installiert werden. Hierzu wird in Höhe des Treppenpodestes im 4. OG eine Zwischenebene im Bereich des Schlauchaufzugsschachtes eingezogen und eine bauliche Abtrennung zur vorhandenen Treppe bzw. zum Schlauch- u. Übungsturm errichtet.

 

Im Büro der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder und sodann im Büro der Stadtverordnetenversammlung liegen die Planungsunterlagen, die geprüfte Kostenschätzung sowie die Stellungnahme des Amtes für Umwelt, Energie und Mobilität zur Einsichtnahme aus.

Anlage:

Stellungnahme des Amtes für Umwelt, Energie und Mobilität