Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Drucksachen-Abteilung I (A)                                                              Ausgegeben am 25.11.04

                                                                                                          Eing. Dat. 18.11.04

 

Nr. 774

 

 

Änderung zum Verwaltungshaushalt 2005 des Jugendamtes UA 46510 – Zuschüsse an freie Verbände § 74 – (EP 4)
Antrag Jugendhilfeausschuß gem. § 71 SGB VIII vom 17.11.04, DS I (A) 774


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Bei der Haushaltsstelle 46510.70700 (Zuschuß Erziehungsberatungsstelle-Caritas) wird der Planansatz in Höhe von 130.000,- € um 19.000,- € auf 149.000,- € erhöht.

Begründung:

 

Der Erziehungsberatungsstelle des Caritasverbandes ist durch den vollständigen Wegfall der Landesförderung eine Deckungslücke in Höhe von 25.500,- € entstanden, die durch die Erhöhung des kommunalen Zuschusses ausgeglichen werden soll. Die Mehrausgaben sind gedeckt durch die Erhöhung der Einnahmen bei HHST 46510.16140 Erstattung KFA. Hier wurden vom Magistrat bereits 25.500,- Mehreinnahmen vorgesehen, aber das Zuschussvolumen nicht in voller Höhe angepasst. Da der Planansatz für das Haushaltsjahr 2005 bereits eine Erhöhung des Zuschussbedarfes um 7.290,- € auf insgesamt 130.000,- Euro vorsieht, hat sich der Jugendhilfeausschuß mehrheitlich für die Erhöhung des Planansatzes um 19.000,- € ausgesprochen, um die Finanzierungslücke von insgesamt 25.500 € schließen zu können

 

Die zu erwartenden Mehreinnahmen von über 200 T€ beim kommunalen Finanzausgleich für die Hilfen zur Erziehung, verteilt über die entsprechenden Haushaltspositionen, sind Folge der Umstellung der Berechnungsgrundlage auf die Kopfzahl von Jugendlichen und Kindern. Der Aufwand wird nicht mehr berücksichtigt. Offenbach stellt sich bei diesem Verfahren besser, da im interkommunalen Vergleich der Aufwand für Hilfe zur Erziehung sehr niedrig ist. Dies verdankt sich u.a. einem funktionierenden Präventivsystem, in welchem den Erziehungsberatungsstellen eine herausragende Funktion zukommt. Der Jugendhilfeausschuß will erreichen, daß dieses erhalten bleibt, um wesentlich höhere Folgekosten zu verhindern.

 

Die Beratungszahlen sind in den letzten Jahren gestiegen. Weitere Steigerungen sind abzusehen. Der Erziehungsberatungsstelle des Caritasverbandes kommt im Bereich der Hilfen zur Erziehung eine wesentliche Einsparfunktion zu. Statt teurer stationärer oder teilstationärer Hilfen werden von der Beratungsstelle ambulant, frühzeitig einsetzende, niederschwellige und präventive Hilfen angeboten (s.o.). Dieses niederschwellige Beratungsangebot ist ein wichtiger Bestandteil der notwendigen psychosozialen Versorgung in der Stadt Offenbach am Main.