Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2001 - 2006

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Drucksachen-Abteilung I (A)                                                            Ausgegeben am 21.06.2005

                                                                                                            Eing. Dat. 17.06.2005

 

Nr. 859

 

 

Konzept zur Reduktion von Luftschadstoffen
Antrag SPD, B 90/Die Grünen und FWG vom 15.06.2005, DS I (A) 859


Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Für Offenbach wird ein Konzept zur Reduktion von Luftschadstoffen erarbeitet, mit langfristigen und kurzfristig wirkenden Maßnahmen, dabei sind alle Quellen insbesondere
in den Bereichen Verkehr und Energie zu berücksichtigen.

In einem ersten Schritt werden die Offenbacher Busflotte sowie die Offenbacher Müllfahrzeuge bis spätestens 2010 vollständig auf Fahrzeuge mit Partikelfiltern umgestellt,
im Zuge von Fahrzeugaustausch bei Neuanschaffungen oder durch Umrüstung von Altfahrzeugen. Die jeweils wirtschaftlichste Lösung ist zu bevorzugen.


Begründung:

Die Ursachen der Luftbelastung z.B. der Feinstaubbelastung sind vielfältig. Von allen Verursachern werden zu Recht Maßnahmen erwartet. Es ist notwendig, dass Schritt für Schritt an den von der Stadt selbst beeinflussbaren Emissionsquellen angesetzt wird. Nur, wenn jeder vor Ort bzw. in seinem Zuständigkeitsbereich handelt, kann auch die teils hohe Hintergrundbelastung gesenkt werden. Ein wichtiger Bereich ist laut Luftreinhalteplan der Hessischen Landesregierung die Feinstaubbelastung. Die Stadt Offenbach ist einer der größten Fahrzeughalter im Stadtgebiet. Mit 11 Millionen Kilometer legen die Offenbacher Busse große Strecken zurück. Ab dem Jahr 2010 werden die europäischen Grenzwerte für Luftschadstoffe nochmals verschärft. Es gilt Offenbach für diesen Zeitpunkt vorzubereiten und die Umweltfreundlichkeit der Busse im Zuge dieser Diskussion und Entwicklung sicherzustellen. Zur Vorsorge und um ihrer Rolle als Vorbild gerecht zu werden, muss die Stadt ihre bisherigen Aktivitäten verstärken. Diese und weitere Maßnahmen kommen der Gesundheit aller Bürger/innen zu Gute.