Quelle: pio.offenbach.de
Abgerufen am 28.10.2021



Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2016 - 2021

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

2016-21/DS-II(A)0067                                                                   Ausgegeben am 30.01.2020

                                                                                                          Eing. Dat. 23.01.2020

 

 

 

 

Jährlicher Bericht des Magistrats zur Schülerentwicklung und Raumbedarf
an Schulen

hier: Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16.08.2018,

2016-21/DS-I(A)0432

dazu: Magistratsvorlage Nr. 2020-023 (Dez.IV, Amt 40) vom 22.01.2020

 

 

Über die Schülerzahlen wurde bereits berichtet. Zu der Raumsituation berichtet der Magistrat wie folgt:

 

 

Bericht zur Raumsituation der Offenbacher Schulen

1.    Allgemeines

1.1. In den Schulen der Stadt Offenbach sind 17.798 Schülerinnen und Schüler eingeschult. 12.989 besuchen die Grundschulen und die Sekundarstufe I. Damit bewegt sich die Schülerzahl auf dem Niveau des Schuljahres 1983/1984 (17.720 S.) Damals besuchten 12.151 Kinder die Grundschulen und die Sekundarstufe I.

1.2. Die Darstellung von Grundschule und Sekundarstufe I ist bedeutsam, weil sich in diesen Schulformen durch Verringerungen der Klassenteiler erhebliche Raummehrbedarfe ergaben. Die Schülerinnen und Schüler besuchen 543 Klassen und Kurse. Die bedeutet eine Erhöhung von 61 Klassen bzw. Kursen in den Grundschulen und der Sekundarstufe I gegenüber 1983/1984 (482 K.).

2.    Grundschulen

2.1. Die Grundschulen besuchen 5.187 Kinder in 245 Klassen. Darunter sind 11 Vorklassen mit 134 Kindern und 3 Intensivklassen mit 78 Kindern. Es werden alle für den Unterricht geeigneten Räume genutzt. Notwendige Räume für Differenzierung, Gruppenarbeit und Fördermaßnahmen stehen nur an den bereits sanierten Schulen zur Verfügung.

Schule

Räumliche Situation

Anne-Frank-Schule

Ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume fehlen. Sie können aber bereitgestellt werden, wenn die Edith-Stein-Schule den Bauteil B nach der Baumaßnahme verlässt (2023).

Beethovenschule

Momentan keine Beschränkungen.

Eichendorffschule

Die Klassenräume sind ausgelastet. Ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume fehlen. Ein weiterer Klassenzuwachs ist nicht unter zu bringen. Eine Entlastung wird die neue an der Bachschule bringen.

Ernst-Reuter-Schule

Die erwartete Bebauung führt dazu, dass der Überschneidungsbezirk mit der Uhlandschule nicht mehr zur Bedarfsabdeckung herangezogen werden kann. Ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume fehlen. Deshalb wird momentan der Neubau eines Gebäudes für die dreizügige Grundschule am Standort geprüft. Zur Überbrückung wurden bisher fünf Raummodule bereitgestellt.

Friedrich-Ebert-Schule

Momentan keine Beschränkungen.

Goetheschule

Momentan keine Beschränkungen.

Grundschule Buchhügel

Momentan keine Beschränkungen.

Hafenschule

Momentan keine Beschränkungen.

Humboldtschule

Es wurden drei Raummodule aufgestellt, um den Schülerzuwachs beschulen zu können bis die Erweiterungsmaßnahme im KIP II umgesetzt wurde.

Lauterbornschule

Die Klassenräume sind ausgelastet. Ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume fehlen. Ein weiterer Klassenzuwachs ist nicht unter zu bringen. Die Schule nutzt einen Raum der Ludwig-Dern-Schule. Insbesondere für die Verbesserung der Betreuungssituation ist eine geeignete Lösung zu finden.

Mathildenschule

Im Rahmen der Sanierung werden die Räume für die erhöhte Zuständigkeit geschaffen und die erforderlichen Nebenräume bereitgestellt.

Schule Bieber

Beide Schulstandorte sind ausgelastet. Am Standort Ottersfuhrstraße wurden zwei Fachräume vorübergehend zu Unterrichtsräumen umfunktioniert. Entlastung wird durch den Standort Bieber-Nord erfolgen.

Uhlandschule

Ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume fehlen. Der Verpflegungsbereich ist kurzfristig zu modernisieren.

Waldschule Tempelsee

Momentan keine Beschränkungen.

Wilhelmschule

Die Klassenräume sind ausgelastet. Ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume fehlen. Ein weiterer Klassenzuwachs ist nicht unter zu bringen. Entlastung wird die neue Grundschule an der Bachschule bringen.

2.2.  

3.    Haupt- und Realschulen, Integrierte Gesamtschulen

3.1. Die Haupt- und Realschulen sowie die schulformübergreifenden (integrierten) Gesamtschulen besuchen 3.907 Schülerinnen und Schüler in 106 Klassen. Nach dem geltenden Schulentwicklungsplan werden die bestehenden Haupt- und Realschulen in integrierte Gesamtschulen umgewandelt, um dem Wahlverhalten der Eltern in Offenbach zu entsprechen.

Bachschule

Die Bachschule wird zur fünfzügigen IGS entwickelt. Dies ist mit dem Raumbestand möglich. Ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume fehlen, da diese erst im Rahmen der Sanierung geschaffen werden können. Für die neue Grundschule an der Bachschule ist aber die Erweiterung des Raumbestands zwingend erforderlich und wird vorgenommen.

Edith-Stein-Schule

Die IGS wird sechszügig ausgebaut und um eine gymnasiale Oberstufe erweitert. Das Raumprogramm für die begonnene Baumaßnahme sieht die zusätzlichen Räume vor. Während der Baumaßnahme werden einige Klassen in  Räumen an der benachbarten Anne-Frank-Schule untergebracht.

Ernst-Reuter-Schule

Die Umwandlung in eine fünfzügige IGS wird betrieben. Zur Beseitigung unmittelbarer Engpässe wurden Raummodule aufgestellt. Ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume fehlen, da diese erst im Rahmen der Sanierung geschaffen werden können. Insgesamt wird eine Entspannung der Situation erst eintreten, wenn die Grundschule einen eigenen Schulbau erhalten hat.

Geschwister-Scholl-Schule

Die IGS wird sechszügig ausgebaut. Das Raumprogramm für die begonnene Baumaßnahme sieht die zusätzlichen Räume vor. Vorübergehend werden während der Baumaßnahme zwei zusätzliche Raummodule errichtet.

Mathildenschule

Die nötigen Erweiterungen für die Grundschule und die IGS werden im Rahmen der Sanierung und Erweiterung umgesetzt. Die Mathildenschule nutzt zwei Raummodule am Standort „Schöne Aussicht“ für Intensivklassen.

Schillerschule

Die Schule verfügt nicht über ausreichend geeignete Gruppen- und Differenzierungsräume. Diese können erst im Rahmen einer Gesamtsanierung geschaffen werden. An der Schillerschule wurde der Interimsstandort für die Kita Johannes Mohart Straße aufgebaut. Zur Verbesserung des Raumangebots der Schule wird das Erdgeschoss dieser Interims-Kita im Anschluss der Schule bereitgestellt und für schulische Belange hergerichtet.

3.2.  

4.    Gymnasien

4.1. Die Gymnasien besuchen 3.403 Schülerinnen und Schüler. Es wurden 86 Klassen in der Sekundarstufe I und 58 Tutorengruppen in der gymnasialen Oberstufe gebildet. Klassen- und Fachunterrichtsräume sind ausreichend verfügbar. Wünschenswert wären zusätzliche Differenzierungs- und Gruppenräume für kleine Gruppen.

Albert-Schweitzer-Schule

Zur Unterbringung zusätzlicher Klassen wurden die alten Pavillons abgebrochen und durch einen modernen zweigeschossigen Neubau ersetzt, der vier zusätzliche Klassenräume bereitstellt.

Leibnizschule

Am Standort Brandsbornstraße wurden 5 zusätzliche Klassenräume neu bereitgestellt.

Rudolf-Koch-Schule

Am nahegelegenen Standort „Schöne Aussicht“ stehen der Schule momentan 6 Klassenräume zur Verfügung.

 

4.2. Nach momentanen Überlegungen werden ab dem Schuljahr 2022/2023 eine zusätzliche Klasse und ab dem darauffolgenden Schuljahr 2023/2024 drei neue Eingangsklassen benötigt, die an den etablierten Schulstandorten nicht untergebracht werden können. Das Hochbaumanagement sucht mit der OPG und dem Stadtschulamt nach Übergangslösungen bis der Schulneubau am ehemaligen Güterbahnhof realisiert werden kann

5.    Förderschulen

5.1. An den städtischen Förderschulen sind 492 Schülerinnen und Schüler in 48 Klassen eingeschult. Der Neubau der Fröbelschule auf einem Areal an der Mühlheimer Straße wird von der GBO betrieben.

Erich Kästner-Schule

Die Unterbringung der Klassen ist sichergestellt. Wünschenswerte und notwendige Räume zur Differenzierung und für die ganztägige Arbeit können erst nach erfolgter Sanierung bereitgestellt werden.

Fröbelschule

Die gestiegene Schülerzahl kann nicht mehr ausschließlich an der Fröbelschule unterrichtet werden. Deshalb wurden an der Erich Kästner-Schule, der Ernst-Reuter-Schule, der Hafenschule und der Leibnizschule Kooperationsklassen eingerichtet. Damit wird auch der Inklusionsgedanke gestützt. Der Neubau der Schule wird momentan von der GBO mit der Projektleitung durch die OPG vorbereitet.

Ludwig-Dern-Schule

Das Schulgebäude ist saniert. Die Unterbringung der Klassen bereitet keine Probleme. In dem Nebengebäude an der John-F.-Kennedy-Promenade ist das rBFZ untergebracht. Dort findet die Steuerung des inklusiven Schulbündnisses und besondere Fördermaßnahmen statt.

5.2.  

6.    Berufliche Schulen

6.1. Die beruflichen Schulen besuchen 4.809 Schülerinnen und Schüler.

Gewerbl.-techn. Schulen

Differenzierungs- und Gruppenräume sind nicht in ausreichender Zahl vorhanden. Grundsätzlich muss die Entwicklung der gewerblich/industriellen Berufe (Industrie 4.0) beobachtet und ggf. auch Konsequenzen für den Raumbestand gezogen werden.

Käthe-Kollwitz-Schule

Die Sanierung ist abgeschlossen. Die ausgelagerten Klassen wurden wieder an den Schulstandort rückverlagert. Alle Unterrichtsräume sind auch von mobilitätseingeschränkten Menschen erreichbar, was eine erhebliche Verbesserung für die Beschulung z. B. der Berufsschüler aus den Werkstätten für Behinderte bedeutet.

Theodor-Heuss-Schule

Momentan keine Beschränkungen.

6.2.  

7.    Sportunterricht

7.1.   Die Situation des Sportunterrichts hat sich mit der Bereitstellung neuer Schulsporthallen verbessert. Dies gilt insbesondere für die Schule Bieber Standort Waldhof, da die Grundschüler nun nicht mehr zur Halle des TV Bieber pendeln müssen. Momentan können nicht alle Sportunterrichtsstunden in schuleigenen Schulsporthallen erteilt werden. Ein in Vorbereitung befindlicher eigener Bericht wird diesen Sachverhalt näher beleuchten.

 

 

 

Dieser Text wurde mit dem "Politischen Informationssystem Offenbach" erstellt. Er dient nur der Information und ist nicht rechtsverbindlich. Etwaige Abweichungen des Layouts gegenüber dem Original sind technisch bedingt und können nicht verhindert werden.