Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2021 - 2026


2021-26/DS-I(A)0998Ausgegeben am 16.12.2025

Eing. Dat. 14.12.2025

 

 

 

 

 

Katzenschutzverordnung

Antrag Ofa vom 14.12.2025

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat soll in Kooperation mit dem Tierschutzverein Offenbach einen Entwurf einer Katzenschutzverordnung ausarbeiten und der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorlegen. Dabei soll er sich an der Handreichung für Kommunen und am Muster für kommunale Katzenschutzverordnungen des Landes Hessen orientieren. Der Entwurf soll eine Kastrations- bzw. Sterilisations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen beinhalten, die Zugang ins Freie haben.

 

 

Begründung:

 

Wir stellen diesen Antrag jetzt zum vierten Mal. Die vorherigen Anträge hatten wir 2025, 2024 und 2023 gestellt. In den Gegenreden wurden immer wieder Begründungen aufgeführt, die wir schon widerlegt hatten. Im Widerspruch zu diesen Begründungen

1. wächst das Problem in Offenbach von Jahr zu Jahr,

2. ist der bürokratische Aufwand ist nicht hoch, denn der Landestierschutzbeauftragte Hessen hat eine Handreichung für Kommunen erstellt, so dass die Prüfung und Ausarbeitung im Prinzip schon erledigt ist,

3. entfaltet eine Katzenschutzverordnung auch dann eine Wirkung, wenn sie nicht kontrolliert wird,

4. haben andere Kommunen überwiegend gute Erfahrungen gemacht,

5. haben alle Kommunen im Kreis Offenbach inzwischen eine KSV beschlossen, Frankfurt auch. Die Zahl der Kommunen in Hessen mit einer KSV steigt weiter.

6. Eine KSV wird gefordert und unterstützt von

·         Dem Tierschutzverein Offenbach,

·         dem Nabu Kreisverband Offenbach,

·         der Landestierärztekammer Hessen,

·         der Landestierschutzbeauftragten Hessen,

·         dem Deutschen Tierschutzbund,

·         dem Verein „Politik für die Katz“

·         und vielen weiteren Organisationen

 

Eine Katzenschutzverordnung ist gelebter Tierschutz. Man spart damit Geld, weil das Tierheim weniger Katzen beherbergen wird. Der Nabu schätzt, dass jedes Jahr bis zu einem Drittel der Vogelpopulation in den Städten und im Umkreis von 500 m zu bebauten Flächen Katzen zum Opfer fallen. Und eine Kommune wie Offenbach hat Verantwortung nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Tiere und die Biodiversität auf ihrem Stadtgebiet.

 

Link:

·         https://tierschutz.hessen.de/heimtiere/katzen/kastration-und-katzenschutz

 

Hinweis: Der Antrag wird den Stadtverordneten und Fraktionen elektronisch (PIO) zur Verfügung gestellt.