Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt
Offenbach am Main
2026 - 2031
2026-31/DS-I(A)0043Ausgegeben am 08.06.2026
Eing. Dat. 02.06.2026
Schulwege sicher machen: Schulstraßen in Offenbach
Antrag B´90/Die Grünen vom 02.06.2026
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
1. Der Magistrat wird beauftragt, zunächst für folgende Offenbacher Grundschulen auf Grundlage der bestehenden Verkehrssituation (Nebenstraße ohne Erschließungscharakter), zu prüfen, ob dort Schulstraßen, gemäß der neuen Handreichung zur Einrichtung von Schulstraßen, welches das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum veröffentlicht hat, eingerichtet werden dürfen:
l Uhlandschule
l Eichendorffschule
l Goetheschule
l Beethovenschule
l Humboldtschule
l Anne-Frank-Schule
l Mauerfeldschule
l Bieber-Nord
2. Diese Schulstraßen sind dementsprechend umgehend einzurichten, wenn das gemäß der Handreichung möglich ist.
Begründung:
Ein sicherer Schulweg ist ein zentraler Bestandteil der Verkehrssicherheit in Offenbach. Die Ursache von Schulwegeunfällen liegt oftmals im Fahrverkehr im direkten Umfeld von Schulen. In Offenbach liegen viele Grundschulen in dicht bebauten Quartieren, in denen morgendlicher Bringverkehr regelmäßig zu unübersichtlichen und gefährlichen Situationen führt. Schulstraßen können hier helfen Konflikte zu reduzieren, die Sicherheit zu erhöhen und Kindern einen selbstständigeren Schulweg zu ermöglichen.
Die Handreichung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum vom 27. April 2026 schafft nun einen Rahmen, unter welchen Bedingungen Kommunen Schulstraßen einrichten können. Damit besteht für die Städte die Möglichkeit temporäre Sperrungen im Nahbereich von Schulen gezielt als Instrument der Schulwegsicherung einzusetzen. In Offenbach wurde 2024 eine solche Maßnahme temporär erfolgreich in der Dietesheimer Straße an der Schule Bieber-Nord umgesetzt.
Schulstraßen sind ein wichtiger Baustein in der Schulwegsicherung. Dies trifft in besonderem Maße auf Regelgrundschulen zu: Die Schulwege sind relativ kurz und die Schulkinder sind im Verkehr noch vollkommen unerfahren, weshalb sie besonderen Schutz benötigen. Da es wichtig ist diesen so schnell wie möglich sicher zu stellen, wird zunächst der Fokus auf Schulen an Nebenstraßen ohne Erschließungscharakter gelegt, deren Verkehrssituation eine zügige Prüfung und Umsetzung versprechen. Im Weiteren sollen auch die übrigen Schulstandorte geprüft werden – mehr Sicherheit auf dem Schulweg haben alle Schüler:innen verdient.
Hinweis: Der Antrag wird den Stadtverordneten und Fraktionen elektronisch (PIO) zur Verfügung gestellt.
