Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt
Offenbach am Main
2026 - 2031
2026-31/DS-I(A)0043/1Ausgegeben am 25.06.2026
Eing. Dat. 25.06.2026
Schulwege sicher machen: Schulstraßen in Offenbach
Änderungsantrag FDP vom 24.06.2026
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Antrag wird wie folgt ersetzt:
1. Der Magistrat wird beauftragt, gemeinsam mit den betroffenen Schulen, Elternvertretungen, Anwohnern, dem Amt für Mobilität, dem Ordnungsamt, der Polizei sowie weiteren relevanten Akteuren einen Runden Tisch einzurichten.
2. Ziel des Runden Tisches ist die Erarbeitung standortbezogener Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit an besonders belasteten Schulstandorten, insbesondere an der Uhlandschule, der Beethovenschule, der Eichendorffschule, der Goetheschule, der Humboldtschule, der Anne-Frank-Schule, der Mauerfeldschule und der Schule Bieber-Nord.
3. Dabei sind verschiedene Maßnahmen zur Schulwegsicherung zu prüfen, insbesondere Schulstraßen, Hol- und Bringzonen, verkehrslenkende Maßnahmen, Verbesserungen der Querungssicherheit, Geschwindigkeitsreduzierungen sowie Maßnahmen zur Sensibilisierung von Verkehrsteilnehmern.
4. Vor der Einrichtung von Schulstraßen sind die Auswirkungen auf das umliegende Wohnumfeld, den Anwohnerverkehr sowie mögliche Verdrängungseffekte auf benachbarte Straßen zu untersuchen. Ziel ist eine Lösung, die die Interessen von Schülerinnen und Schülern, Eltern, Schulen und Anwohnern gleichermaßen berücksichtigt.
5. Die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen des Runden Tisches sind den zuständigen Ausschüssen zur weiteren Beratung vorzulegen.
Begründung:
Die Verbesserung der Schulwegsicherheit ist ein wichtiges Anliegen, das fraktionsübergreifend breite Unterstützung verdient. Insbesondere an einzelnen Schulstandorten wie der Uhlandschule oder der Beethovenschule werden die Verkehrsverhältnisse von Eltern, Schulen und Anwohnern seit Jahren als problematisch beschrieben.
Die FDP-Fraktion unterstützt daher das Ziel, die Sicherheit von Kindern auf ihrem Schulweg weiter zu erhöhen. Allerdings eignen sich nicht alle Schulstandorte gleichermaßen für die Einrichtung von Schulstraßen. Die örtlichen Gegebenheiten, die Verkehrsströme, die Erreichbarkeit der Wohngebiete sowie die Interessen der Anwohner unterscheiden sich teilweise erheblich.
Schulstraßen können ein geeignetes Instrument sein, dürfen jedoch nicht dazu führen, dass Verkehrsprobleme lediglich in benachbarte Straßen verlagert werden. Vielmehr bedarf es einer sorgfältigen Abwägung aller Interessen und einer standortbezogenen Betrachtung. Ein Runder Tisch unter Einbeziehung aller Betroffenen bietet die Möglichkeit, tragfähige und breit akzeptierte Lösungen zu entwickeln.
Hinweis: Der Antrag wird den Stadtverordneten und Fraktionen elektronisch (PIO) zur Verfügung gestellt.
