Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt

Offenbach am Main

2026 - 2031


2026-31/DS-I(A)0081Ausgegeben am 13.08.2026

Eing. Dat. 13.08.2026

 

 

Erstellung eines Kältekonzeptes für die Stadt Offenbach

Antrag SPD und CDU vom 13.08.2026

 

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Magistrat wird beauftragt, ein Kältekonzept zu erstellen, mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen, um öffentliche Gebäude in Offenbach nachhaltig hitzefest zu machen. Dabei sind die jeweiligen Maßnahmen unter Berücksichtigung ihrer Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit sowie der damit verbundenen Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten zu bewerten und zu priorisieren. Das fertige Konzept ist der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen. Ergänzt werden soll das Kältekonzept durch eine kommunale Kälteplanung für das gesamte Stadtgebiet.

 

 

Begründung:

 

Ob Seniorenzentren, Schulen, Kitas, Feuer- & Stadtwache, Krankenhäuser oder Pflegeheime: Der Bedarf nach Hitzeschutz steigt in Zeiten einer fortschreitenden Klimaerwärmung immer weiter an. Während Hitzewellen wird immer deutlicher, dass bisherige “Standards” zur Abkühlung von Gebäuden – inbesondere bei sehr heißen Tagen (>35°C) in Kombination mit sog. Tropischen Nächten (>20°C, ohne Nachtabkühlung) nicht ausreichen.

Das Kältekonzept soll deshalb eine gesamtheitliche Planungsgrundlage zur Anpassung von öffentlichen Gebäuden an die veränderten klimatischen Bedingungen bieten. Neben Maßnahmen wie etwa der Verschattung und Begrünung von Gebäuden, soll auch dort – wo notwendig – der Einbau von Klimaanlagen in Kombination mit PV-Anlagen vorgesehen werden.

Ergänzt werden soll das Kältekonzept durch die bereits – im Rahmen des Beschlusses 2026-31/DS-I(A)0050 “Kommunale Wärmeplanung für Offenbach” – beschlossene Kommunale Kälteplanung. Ziel ist es, durch diese Kommunale Kälteplanung auch Dritten (Krankenhäusern, privaten Pflegeheimen, privaten Haushalten und Unternehmen) eine Perspektive für eine künftige Möglichkeit zur Gebäudekühlung aufzuzeigen, um so den unkontrollierten Einbau von vielen einzelnen, energieintensiven Klimaanlagen, die ihre Abwärme an die Umgebung abgeben, einzudämmen.

 

Hinweis: Der Antrag wird den Stadtverordneten und Fraktionen elektronisch (PIO) zur Verfügung gestellt.