Auszug aus der Niederschrift über die Sitzung

der Stadtverordnetenversammlung am 24. September 2026

 

 

 

 

 

TOP 8

Offen queer in Offenbach – Queere Jugendarbeit verstetigen
Antrag B´90/Die Grünen vom 05.08.2026, 2026-31/DS-I(A)0069

Änderungsantrag SPD, CDU, FDP, B´90/Die Grünen, FREIE WÄHLER-Volt und

Die Linke & Tierschutzpartei vom 24.09.2026, 2026-31/DS-I(A)0069/1

Ergänzungsantrag B´90/Die Grünen und Die Linke & Tierschutzpartei vom 24.09.2026 zum Änderungsantrag 2026-31/DS-I(A)0069/1, 2026-31/DS-I(A)0069/1/1

 

 

Beschlusslage:

2026-31/DS-I(A)0069/1

 

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt mit Stimmenmehrheit wie folgt:

 

Der Antrag wird wie folgt geändert:

 

1. Die Stadtverordnetenversammlung bekennt sich gemeinsam und unmissverständlich zu queerem Leben in Offenbach. Die queere Community ist ein selbstverständlicher Teil der vielfältigen Stadtgesellschaft. Diskriminierung, Bedrohungen und Gewalt gegen unterschiedliche Lebens- und Liebesweisen haben in Offenbach keinen Platz. Alle Menschen sollen hier sicher, sichtbar, selbstbestimmt und ohne Angst leben können.

 

2. Der Magistrat wird beauftragt, im Rahmen der vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen ein geeignetes Beteiligungs- und Arbeitsformat, beispielsweise einen „Runden Tisch“, zu etablieren. Ziel ist es, bestehende Strukturen der queeren Unterstützungs- und Beratungsangebote unter Einbeziehung der queeren Community, vertreten unter anderem durch den CSD Offenbach, sowie weiterer relevanter Akteur*innen zu vernetzen, zu sichern und weiterzuentwickeln. Neben Jugend- und Aufklärungsangeboten sollen insbesondere Prävention, Schutz vor Hasskriminalität sowie Maßnahmen gegen queerfeindliche Gewalt im Fokus stehen.

 

3. Queere junge Menschen brauchen Orte, an denen sie sich sicher fühlen, ernst genommen werden und kompetente Ansprechpartner:innen finden. Mit dem Angebot von pro familia haben wir in Offenbach eine wichtige und bewährte Anlaufstelle. Es soll sichergestellt werden, dass es auch künftig ein verlässliches Angebot für queere Jugendliche und junge Erwachsene gibt. Die fachliche Weiterentwicklung soll ebenfalls im Rahmen des Beteiligungs- und Angebotsformats diskutiert werden. Damit wird sichergestellt, dass vorhandenes Wissen, gewachsene Vertrauensstruktur und qualifiziertes Personal erhalten bleiben.

 

4. Der Magistrat wird beauftragt, die Ergebnisse sowie mögliche nächste Schritte im Ausschuss für Soziales und Integration zu berichten.

 

 

Vorliegende Anträge zur Beschlusslage:

 

 

2026-31/DS-I(A)0069/1/1

 

Die Stadtverordnetenversammlung lehnt mit Stimmenmehrheit wie folgt ab:

 

Die Vorlage des Änderungsantrages der Fraktionen von SPD, CDU, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, FW&Volt und Die Linke & Tierschutzpartei zu 2026-31/DS-I(A)0069 „Offen queer in Offenbach – Queere Jugendarbeit verstetigen“

 

wird wie nachstehend hinter Punkt 3. ergänzt mit:

 

4. Das bestehende Beratungsangebot für queere Jugendliche und junge Erwachsene ist mindestens im derzeitigen Umfang dauerhaft zu sichern und über das Jahr 2027 hinaus zu verstetigen. Der Magistrat wird beauftragt, eine schrittweise Weiterentwicklung des Angebots mit dem Ziel vorzusehen, mittelfristig mindestens eine halbe Personalstelle für die queere Jugendarbeit in Offenbach bereitzustellen.

 

Punkt 4. des Änderungsantrages wird entsprechend der nun anzupassenden Nummerierung zu Punkt 5.:

 

5. Der Magistrat wird beauftragt, die Ergebnisse sowie mögliche nächste Schritte im Ausschuss für Soziales und Integration zu berichten.

 

 

2026-31/DS-I(A)0069/1

 

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt mit Stimmenmehrheit wie folgt:

 

Der Antrag wird wie folgt geändert:

 

1. Die Stadtverordnetenversammlung bekennt sich gemeinsam und unmissverständlich zu queerem Leben in Offenbach. Die queere Community ist ein selbstverständlicher Teil der vielfältigen Stadtgesellschaft. Diskriminierung, Bedrohungen und Gewalt gegen unterschiedliche Lebens- und Liebesweisen haben in Offenbach keinen Platz. Alle Menschen sollen hier sicher, sichtbar, selbstbestimmt und ohne Angst leben können.

 

2. Der Magistrat wird beauftragt, im Rahmen der vorhandenen personellen und finanziellen Ressourcen ein geeignetes Beteiligungs- und Arbeitsformat, beispielsweise einen „Runden Tisch“, zu etablieren. Ziel ist es, bestehende Strukturen der queeren Unterstützungs- und Beratungsangebote unter Einbeziehung der queeren Community, vertreten unter anderem durch den CSD Offenbach, sowie weiterer relevanter Akteur*innen zu vernetzen, zu sichern und weiterzuentwickeln. Neben Jugend- und Aufklärungsangeboten sollen insbesondere Prävention, Schutz vor Hasskriminalität sowie Maßnahmen gegen queerfeindliche Gewalt im Fokus stehen.

 

3. Queere junge Menschen brauchen Orte, an denen sie sich sicher fühlen, ernst genommen werden und kompetente Ansprechpartner:innen finden. Mit dem Angebot von pro familia haben wir in Offenbach eine wichtige und bewährte Anlaufstelle. Es soll sichergestellt werden, dass es auch künftig ein verlässliches Angebot für queere Jugendliche und junge Erwachsene gibt. Die fachliche Weiterentwicklung soll ebenfalls im Rahmen des Beteiligungs- und Angebotsformats diskutiert werden. Damit wird sichergestellt, dass vorhandenes Wissen, gewachsene Vertrauensstruktur und qualifiziertes Personal erhalten bleiben.

 

4. Der Magistrat wird beauftragt, die Ergebnisse sowie mögliche nächste Schritte im Ausschuss für Soziales und Integration zu berichten.

 

 

2026-31/DS-I(A)0069

 

Durch Annahme der 2026-31/DS-I(A)0069/1 entfällt die Abstimmung über die nachfolgende

2026-31/DS-I(A)0069.

 

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

  1. Der Magistrat wird beauftragt die queere Jugendarbeit, welche die

vergangenen drei Jahre als Projekt „Queer in Stadt und Kreis Offenbach“

umgesetzt wurde, für das Gebiet der Stadt Offenbach fortzuführen und die Stellen mit dem Arbeitszeitumfang aus dem Jahr 2024 zu verstetigen.

 

  1. Zusätzlich zu der bisherigen Beratungsarbeit für queere Menschen und ihre Angehörige sowie Fortbildungsangebote für Fachkräfte, soll zusammen mit dafür kompetenten Beratungsstellen und Interessenvertretungen sowie

Schulen ein Konzept für die Aufklärungs- und Bildungsarbeit an Schulen und in der Jugendarbeit mit Jugendlichen erarbeitet werden, das dann von der queeren Jugendarbeit mit umgesetzt wird.

 

  1. Beratungs- und Unterstützungsangebote für Schwule, Lesben, Transgender und alle anderen Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen oder

geschlechtlichen Identität diskriminiert werden, sollen verstärkt bekannt

gemacht werden.

 

 

 

 

 

Dem Magistrat der Stadt Offenbach am Main

Obenstehenden Beschlussauszug erhalten Sie unter Bezug auf § 66 HGO mit der Bitte um weitere Veranlassung.

 

 

 

Offenbach a. M., den 01.10.2026

Der Vorsteher der Stv.-Versammlung