Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt
Offenbach am Main
2026 - 2031
2026-31/DS-I(A)0091Ausgegeben am 09.09.2026
Eing. Dat. 09.09.2026
Durchlasserneuerung Hainbach – Schwarzer Weg: Projekt- und Vergabebeschluss
Antrag Magistratsvorlage Nr. 2026-258 (Dez. IV, Amt 33) vom 09.09.2026
Der Magistrat beantragt, dass die Stadtverordnetenversammlung wie folgt beschließt:
1. Das Durchlassbauwerk (Brücke über das Gewässer) am Hainbach auf Höhe des Schwarzen Weges soll aufgrund seines maroden Zustandes erneuert werden. Im Zustrom des Durchlasses wird der Gewässerverlauf des Hainbachs verändert und an den neuen Durchlass, der neu positioniert werden wird, angepasst.
2. Die erforderlichen Mittel in Höhe von ca. 170.000,00 € werden über das Konto 14010100.0952000033; Tiefbau; Investitionsmaßnahme 1401010900332601; „Maßnahmen zur Klimaanpassung und Klimaschutz“ bereitgestellt
3. Der Magistrat wird beauftragt und ermächtigt, die Ausschreibung vorzunehmen und die Arbeiten zu beauftragen.
Begründung:
Der Hainbach wurde im Jahr 2007 im Bereich zwischen Polizeipräsidium und Stadthalle über das hessische Förderprogramm Gewässerentwicklung auf etwa 1,2 km renaturiert. Die Durchlasserneuerung am sogenannten „Schwarzen Weg“ westlich der Rheinstraße im Stadtteil Tempelsee entlang des Buchhügelgrabens Richtung Westen wurde bei der Maßnahme nicht berücksichtigt.
Es handelt sich im Bestand um einen Rohrdurchlass DN 1000. Die hydraulische Leistungsfähigkeit des Rohres ist nicht ausreichend dimensioniert. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Gewässerpflege seit Jahren darauf geachtet, den Durchfluss frei zu halten und sicher zu stellen, dass der Fuß- und Radweg und die angrenzenden Kleingärten bei länger anhaltenden Niederschlägen nicht überflutet wird.
Bei einer Begehung mit dem ESO im Jahr 2020 wurde festgestellt, dass ein faustgroßer Einbruch über der Durchlassverrohrung besteht, weswegen der Durchlass eine Gesamterneuerung benötigt.
Da das Durchlassbauwerk sehr nah an der Wegekreuzung liegt, wurde in Absprache mit der ESO, der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) und der Unteren Wasserbehörde (UWB) eine Laufverlegung in Richtung Osten geplant. Die Verlegung des Gewässers auf einer Länge von etwa 50m führt zu einer erheblichen ökologischen Aufwertung an dieser Stelle, da durch die Maßnahme eine Vernässung des Erlenbruchwaldes gefördert wird. Der alte Gewässerverlauf soll als ökologisch wertvoller Altarm erhalten bleiben.
Für die Maßnahme wurde bereits eine Markterkundung für die Ausführung durchgeführt. Das vorgelegte Angebot vom 07.08.2026 liegt bei Brutto 119.013,82 €. Im Hinblick auf Nachträge, erforderliche allgemeine Mehr- und Nebenkosten von bis zu 50.000,00 € oder auch in Abhängigkeit von steigenden Marktpreisen bei Materialkosten für das erforderliche Fertigbauteil müssen wir ein Puffer einplanen und beantragen daher die Gesamtsumme von 170.000,00 €.
Der Projektbeginn ist fest für dieses Jahr eingeplant. Die Ausschreibung der Bauleistung erfolgt nach Rücksprache mit der Vergabestelle. Den Zuschlag bekommt das wirtschaftlichste Angebot unter Berücksichtigung der städtischen Nachhaltigkeitskriterien. Über den Zuschlag wird der HFDB informiert.
Anlage:
Klimarelevanzprüfung
Hinweis: Der Antrag sowie die Anlage werden den Stadtverordneten und Fraktionen elektronisch (PIO) zur Verfügung gestellt.
